Hintere Goinger Halt

26. Juni 2010

Samstag morgens um sieben ist die ideale Zeit um Richtung Berg aufzubrechen, daher … auf in den Wilden Kaiser =)

Mit dem Auto gehts wie vor zwei Wochen am zur Griesneralm. Noch ist nicht viel los hier für einen Samstag mit recht guten Wetteraussichten. Ein paar Gruppen mit anderen Wanderern treffen wir auf dem Weg Richtung Stripsenjochhaus – auch wenn wir das erst eine ganze Weile später erreichen werden ;-) Kurz vor dem letzten etwas steileren Anstieg zur Hütte halten wir uns links und gehen über einen Trampelpfad zum Einstieg vom Eggersteig.

Bevor wir loslegen machen wir noch eine kurze Trinkpause – und treffen die erste Gams für heute, die grad in der Nähe frühstückt ^^.  Nach nur kurzer Rast kommt das erste schöne Stück Weg: der Steig ist zwar nicht schwierig, aber schön zu gehen mit dem Eindruck in diesen tiefen Einschnitt zwischen den hohen Felswänden der umliegenden Gipfel zu steigen. Hier gibts auch eine ganze Menge Kletterrouten – unterwegs treffen wir auch ein paar Kletter die auf dem Weg zur Wand sind.

Nach einer Weile treffen wir auch auf die ersten Schneefelder, die den Weg noch bedecken, aber problemlos zu begehen sind. Und so suchen wir uns den Weg ins Ellmauer Tor. Bevor wir das erreichen haben wir noch ein kleines Stück zum kraxeln und  treffen dann auch wieder auf den offiziellen Weg ^^. Vom höchsten Punkt im Ellmauer Tor hat man auch einen tollen Ausblick in beide Richtungen – zum einen ins nordseitigen Tal und südseitig noch ein ganzes Stück nach Tirol rein

Nach kurzer aber dennoch gewissenhafter Überlegung entscheiden wir uns noch einen kleinen Abstecher über die Hintere Goinger Halt zu machen. Das ist ein Gipfel der links von uns steht und etwa eine Dreiviertelstunde Umweg bedeutet. Der lohnt sich allerdings, wenn man oben das felsige Panorama des Wilden Kaisers sieht =D.

Wieder zurück im Ellmauer Tor haben wir etwa die Hälfte der heutigen Tour geschafft, gut drei Stunden stehen auf der Uhr. Weiter gehts über Schnee- und Geröllfelder (mit knieschonender Patenttechnik) dem wachsenden Strom von Berggehern die vom Süden aus ins Ellmauer Tor steigen entgegen. Aber nicht lange, dann wirds wieder ruhiger, dann weichen wir nämlich nach rechts hin auf den Jubiläumssteig aus. Der ist heute noch nicht vollständig wieder hergerichtet und daher auf eigene Gefahr zu begehen.

Auch hier wird landschaftlich wieder einiges geboten, es herrscht nicht der fürs Kaisergebirge typische hellgraue feste Fels vor, sondern ein dunklerer Stein, der ganz beachtliche Spitzen formt. Der Jubiläumssteig gefällt mir noch etwas besser als der Eggersteig und ist auch ein wenig anspruchsvoller. Aber es ist immer noch lange nicht nötig die Sicherung auszupacken.

Nach einer halben Stunde ist aber auch der Steig schon wieder vorbei und wir machen eine Ruß’npause auf den Gruttenhütte. Es folgt ein steiler Aufstieg über Geröll zum letzten Klettersteig für heute. Der Klettersteig ist dafür aber der anspruchsvollste heute und stellt eine schöne technische Steigerung zu den beiden vorhergehenden dar. Als wir auch diesen Abschnitt bestritten haben stehen wir kurz im Kopftörl, halten uns aber hier nicht weiter auf und machen uns gleich an den Abstieg auf der anderen Seite.

Hier heißt es erstmal ein steiles Schneefeld abzusteigen, wo ich mich am Anfang etwas schwer tue, dann aber mit der richtigen technik recht zügig runterkomme =). Der weitere Abstieg auf mittlere Höhe am Stripsenjoch ist wenig spektakulär – die Aussicht ist zwar wie gewohnt schön, aber nichts neues mehr ;-)

An der letzten Steigung für heute kommt noch eine kurze Steigpassage, ansonsten gehts einfach die Stufen zum Stripsenjochhaus nach oben und gleich weiter die letzte gute halbe Stunde zurück zum Parkplatz. Nach ziemlich genau sieben Stunden kommen wir da auch wieder an und freuen uns auf einen gemütlichen Nachmittag =)


Gamskogel … wieder einmal hats nicht zum Sonneck gereicht

24. Mai 2010

Ziemlich genau ein Jahr nach meiner ersten großen Bergtour gehe ich die gleiche Route wieder. Letztes Jahr bin ich mit dem Ziel Sonneck vom rechten Weg abgekommen, was mir den Gipfel verwehrt hat.

Diesmal hab ich mir Verstärkung mitgenommen und wieder haben wir den gleichen Gipfel als Ziel. Los gehts mit dem Zug nach Kufstein und um kurz nach 9 können wir hier auch planmäßig starten. Das Wetter lässt nichts zu wünschen übrig – was man von den letzten Tagen nicht unbedingt behaupten kann. Die erste halbe Stunde brauchen wir bis zum Einstieg ins Kaisergebirge – die Stufen bei Kufstein/Eichelwang. Hier ist erwartungsgemäß sehr viel los, aber nachdem wir an den ersten Höfen vorbei sind und auch nicht dem Weg zur Ritzaualm folgen, ändert sich das bald und wir treffen nur noch seltener auf andre Wanderer.

Nach dem ersten Anstieg gehts erstmal wieder eben bzw sogar leicht bergab weiter, bis wir auf Höhe des Kaiserbaches sind. An dem gehen wir auf dem breiten Weg bis zum Anton Karg Haus. Hier gibts nochmal eine kurze Pause bevors an den anstrengenden Teil geht. Nachdem wir dann den Bettlersteig verlassen haben und ein Stück auf dem Karl-Güttler-Steig unterwegs sind, wirds auch deutlich ruhiger in der Gruppe und wir sammeln einige Höhenmeter. Unterwegs müssen wir immer mal über umgestürzte Bäume steigen und der Weg führt uns stetig nach oben, bis wir zu dem Geröllfeld kommen, wo ich vor einem Jahr die flasche Richtung eingeschlagen hab. Inzwischen weiß ich aber wo der Weg langgeht, aber auch diesmal bleibt uns der Weg zum Gipfel verwehrt … durch ein Schneefeld das an dem recht steilen Hang und mit den Schneeverhältnissen nicht zu überqueren ist. Und wegen der fehlenden Höhenmeter bis zum Gipfel auch sicherlich nicht der letzte Schnee sein wird. Also wiederholt sich die Tour vom letzen Mal relativ genau ^^. Mittagspause machen wir dann noch ein Stück den “falschen” Weg entlang, da gabs nochmal ein anspruchsvolleres Stück zum steigen und auch ne schöne Aussicht =)

Der Abstieg geht den Güttlersteig wieder zurück auf den Bettlersteig, dem wir dann nicht wieder zurück zum Anton Karg Haus sondern in Richtung Kaindelhütte schließlich Kufstein folgen. Der Bettlersteig führt erstmal wieder recht eben weiter, bevor noch mal ein steiles Stück folgt. Der weitere Verlauf führt uns (zum Teil leider etwas gehandicapt) über den Gamskogel (1459m) den recht langen Abstieg nach Kufstein zurück und von da aus zu einer Bank am Inn, auf der die Dreiviertelstunde die wir auf den Zug warten sehr schnell vorbeigeht ^^.

Zurück in Rosenheim sind wir dann um kurz vor elf , insgesamt sind wir etwa 12h unterwegs (ohne Zugfahrt und mit etwa einer Stunde Pause), also schon ne ganz gute Tour ;-)


Stripsenjoch

2. April 2010

Bei guten Bergtouren kommen immer viele Vorhaben für andre Touren raus. Heute steht mal wieder Kaisergebirge auf dem Plan … und ich sehe mich schon auf  lang geplanten Routen und auch ein paar neue vorbeiziehen – spätestens als ich die letzten Kilometer vor dem Einstieg in Eichelwang/Kufstein auf das Zahmer Kaiser Massiv zufahre.

Mit dem Wetter hab ichs mal wieder gut getroffen, auch wenn der eisige Gegenwind den ohnehin eher langwierigen Inndamm noch etwas mühsamer macht. Neben ein paar schönen landschaftlichen Motiven – ab den ersten paar hundert Höhenmetern sind die Bäume noch weiß vom Neuschnee gestern o_O – gibts aber bis auf den oben schon erwähnten Kaiserblick wenig berichtenswertes ;-)

Auf den Treppen und bis kurz nach dem Pfandlhof sind noch größere Mengen Wandervolk (größtenteils wohl aus der Gelegenheitsgattung) unterwegs, mein Weg führt mich allerdings nicht zur grade heute hochfrequentierten Ritzaulam, sondern wieder ein Stück hinab ins Tal zum Kaiserbach. Bis zum Anton Karg Haus ist mir der Weg genauso bekannt wie schneefrei … der Vergleich stimmt auch nach Hinterbärenbad noch, hier ist der Weg nämlich nicht mehr geräumt.

Durch den Schnee führt ein sehr schöner schmaler Pfad vorbei am Hans Berger Haus und dann langsam steiler den Berg rauf zum Stripsenjoch. Ein kleines Stück weiter komm ich ans untere Ende vom Stripsenjoch, ein schönes ruhiges Eck mit prima Aussicht, umgeben von Stripsenkopf und Todtenkirchl. Heute morgen waren wohl schon ein paar Skitourengänger da – aber den besten Eindruck vermitteln die Bilder rechts =).

Das ist genau der richtige Ort für die Mittagspause und nach dem gemültichen Snack im Stehen und in der Sonne 8-), bevor ich wieder zurück zum Rad geh und unterwegs schonmal überleg was ich zu Abend ess. Und ganz definitiv ist der Rückweg immer länger als der Hinweg, selbst am Kaiserbach entlang ziehts sich etwas … immerhin war der Wind auf der Rückfahrt fast ganz verschwunden – und hat nicht gedreht wie er das gern mal macht ;-)

Ganz klares Fazit von der Tour: Ich muss im Sommer früher raus, dann muss ich auch nicht vor dem Kreuz umdrehen!


Frühling?!

28. Februar 2010

Anlässlich der Winterpause starte ich heute die erste Tour dieses Jahr mit Gedanken an das was da im Sommer noch kommt =)

Die Tour auf den Heuberg über das Mühltal und den Waldparkplatz ist keine neue, aber eine lohnende mit überschaubarer Dauer ^^. Mit dem Rad gehts zuerst nach Nußdorf, dass Mühltal rauf bis zum Waldparkplatz (zwischen Ried im Winkl und Duft). Von da fällt mir die Entscheidung nicht schwer ob ich weiter mit dem Rad fahr, oder laufe … ab dem Parkplatz ist ne dicke Eisschicht auf dem Weg. Insgesamt sind die Temperaturen aber recht warm, meistens um die 19° :D .

Ab dem wechsel wirds ein bisschen kühler, aber auch hier ists ordentlich am tauen. Auf dem Weg zu den Daffneralmen wird das Eis dann doch zu Schnee und ab auf dem Weg zum Gipfel liegt doch noch ne ganze Menge Schnee … das machts schon eher anstrengender ;-) . Nach dem Heuberggipfel kann ich sogar noch auf die Wasserwand, da liegt nämlich kein Schnee drauf und dann gehts auch schon wieder zurück.

Leider wirds wohl erstmal noch ein bisschen mit dem Winter weitergehen, aber Frühling ist doch inzwischen absehbar =)


Wintersport

17. Februar 2010

vorgehabt hatte ich ja ein woche nach der tour zum spitzsteinhaus eine weitere bergwanderung gemacht zu haben, den plan habe ich allerdings zu gunsten von verschiedenen wintersportaktivitäten wieder verworfen.

am ersten wochenende war ich samstags snowboarden in bayrischzell. das war sehr unterhaltsam (für alle anderen) hat aber auch mir viel spass gemacht und ich denke ich werde das nächsten winter mal richtig angehen :-)

letztes wochenende war ich samstags auf der schlipfgrubalm (bei brannenburg). da gings erstmal recht gemütlich ne dreiviertelstunde rauf und nach einer kurzen einkehr auf besagter alm gings dann mit dem rodel wieder runter. auch das hat viel spass gemacht, war aber ohne licht (zumindest hatte ich keins dabei) etwas abenteuerlich – trozdem nicht weniger lustig!

und weils so schön war bin ich sonntag gleich nochmal rodeln gewesen und zwar am pendling. da gings ähnlich lang erstmal rauf zur kalaalm und nach kurzer stärkung wieder talwärts =). die bahn war zwar hier schon recht ausgefahren, aber – auch wegen der großen gruppe die wir waren – hats sehr viel spass gemacht.

merke: der rodel kommt mit auf die recht lange und nicht minder teure liste mit wichtigen anschaffungen =D


Spitzsteinhaus

30. Januar 2010

Von Sonntag aus betrachtet wäre die Tour vlt besser einen Tag später gewesen, weil der Himmel doch wesentlich blauer ist heute.

Aber ich fang besser von vorne an: Dieses Wochenende ist also wieder eine Bergtour angesagt, in letzter Zeit ist die Häufigkeit von Bergtouren doch beängstigend gesunken ;-) . Tagesziel ist der Spitzstein, bzw soweit zum Spitzstein wie ich komme. Die Anreise nach Erl (Ausganspunkt der Tour kurz hinter der tiroler Grenze) mache ich mal wieder ganz klassisch mit dem Rad. Eigentlich hatte ich bei der Planung noch vor bis zum Spitzsteinhaus zu fahren, eben schnell auf den Gipfel zu gehen und wieder nach hause zu fahren. Nach einer weitgehend unspektakulären Hinfahrt über die Straße (Indamm war mir bei dern Schneeverhältnissen nicht ganz geheuer ^^) hab ich in Erl von dem ursprünglichen Plan allerdings schnell Abstand genommen. Sobald man nämlich von der Hauptstrasse – die komplett schneefrei ist – runterkommt, hat man ohne Schneeketten, Allrad oder Spikes kaum ne Chance auf Rädern weiterzukommen. Vorallem wenns dann noch bergauf geht. Und da ich mit meinen ganz normalen Allwetterreifen unterwegs bin bleibt mir nichts übrig als zu schieben und einen Parkplatz zu finden.

Nach einem kurzen Schuhwechsel (von den Radschuhen auf die Bergschuhe) und der Präparation der Stöcke gehts nach etwa 75 Minuten nach dem Aufbruch in Rosenheim zu Fuss weiter [hier ist mein Getränk zwar kalt aber noch nicht geforen ^^]. Über die Straße/breiter Weg erklimme ich als nächstes also den Erlerberg, der sich über die nächste dreiviertelstunde erstreckt. In der Zeit hab ich dann auch die Hausnummern Erlerberg 1 bis 40 abgeklappert … eigentlich ne ganz hübsche Wohngegend ;-) . Als ich zu dem kleinen Parkplatz komme kurz bevor die Route den Weg auf einen kleinen Pfad verlässt wird der bis dahin leichte Schneefall deutlich stärker – sehr stimmungsvoll =)

Der nächste Abschnitt ist gespurt und ich treffe auch einige andre Leute (genaugenommen überhole ich sie – ich habs nämlich ein wenig eilig damit ich nach hause komme bevor es dunkel wird ;-) ) und auf den freieren Stellen auf dem Weg nach oben bläst es schon ganz schön heftig. Hier sind auch immer wieder Schneeverwehungen die den Weg etwas schwierig machen. Aber alles kein Problem ;-) nach dem letzten steileren Stück komme ich schließlich zum Spitzsteinhaus. Vom Zeitmanangement passt mir das recht gut und ein Kreuz steht auch noch da! Ich wär ja eigentlich noch gern auf den Gipfel gegangen, aber so bin ich froh dass ich es wenigstens hierher noch geschafft habe. Fast alle anderen hier fahren auf Skiern oder zumindest auf nem Rodel wieder runter, aber ich muss – in Ermangelung solchen Equipments – wieder per pedes runter. Ich lutsch noch schnell ein stück von meinem mit Kohlenhydranten versetzen Getränk und mach mich dann auch an den Abstieg.

Auf dem Stück zum oberen Parkplatz versinke ich zweimal bis fast zur Hüfte im Schnee – das ist schon recht lustig =D – und bin erstaunt wie schnell der Wind alle Spuren beseitigt. Stellenweise kann ich überhaupt nicht erkennen dass ich da vor zwanzig Minuten schon mal war o_O. Im tiefen Schnee (irgendwas von 20 bis 70 Zentimeter) ist das bergablaufen eigentlich ziemlich angenehm. Auf dem nächsten Abschnitt – der “geräumten” Straße, wo alles bis auf den festen und zT vereisten Schnee weggeräumt ist – wirds schon ein bisschen anstrengend, weil ich doch nie weiß ob der nächste Schritt jetzt rutschig ist oder nicht. Ansich aber auch kein Problem, nach 1:50 Aufstieg und 1:15 Abstieg bin ich wieder am Rad und mach mich auf den recht gemütlichen Heimweg. Wo die Tour insgesamt ja doch ein bisschen länger ist (~5:40h) und mein ohnehin knapper extracorporaler Kohlenhydratvorrat nur schwer nutzbar war (-> etwas gefroren) hab ich mich da lieber mal im Fettverbrennungsbereich aufgehalten.

Mit diesem unersetzbaren Wissen habe ich auch diese tolle Tour gemeistert (die eigentlich auch in die Kategorie Bergradtour sollte – aber die österreichische Schneelage wollte das nicht :-P ) und hoffe das ich nächste Woche wieder starte. Apropos Kategorie … ich trainiere grad dafür im Sommer noch eine weitere dazu zunehmen: klettern =D

In diesem Sinne

frohes sporteln =)


Breitenstein

6. Januar 2010

Da in Bayern ja glücklicherweise der 06.01 ein Feiertag ist haben wir heut Zeit ein kleines T… ne kleine Tour zu machen (wie schreibt man eigentlich die Diminuitivform von Tour?!). Eigentlich wollte ich zum Spitzstein fahren, aber wo sich Kathrin noch spontan dazu entschieden hat mitzukommen (und so ein Auto zur Verfügung stand) sind wir zum Breitenstein.

Erstmal sah das Wetter nicht so gut aus, ein bisschen trüb. Aber als wir Bad Feilenbach hinter uns lassen und ein bisschen an Höhe gewinnen wirds deutlich klarer. Die Wolken bleiben zwar den ganzen Tag, aber die beeinträchtigen die Sicht nich erheblich. Außer uns scheinen noch viele andere den Feiertag zu nutzen, die Wanderparkplätze an denen wir vorbeifahren sind alle recht voll.

In Birkenstein finden wir den Parkplatz recht schnell und starten auch gleich in Richtung Wallfahrtskirche. Die ist nur ein kleines Stück vom Start entfernt (immernoch in Birkenstein) und hier hilft uns ein (wie so oft) freunlicher Birkensteiner den Einstieg in unsere Rundtour zu finden.

Für da wo ich herkomm würd ich sagen dass schon einiges an Schnee liegt, aber hier siehts anders aus. Der Schnee reicht immerhin um den Boden zu bedecken, ist aber bis auf einen kleinen Abschnitt um den Gipfel nie richtig tief. Das ändert allerdings nichts daran, dass es alles recht hübsch aussieht ^^.

Der Weg geht in Schleifen nicht besonders steil den Berg rauf bis wir kurz vor der Kesselalm sind. Zwischendrinnen zweigt immer mal ein Weg zum Wendelstein ab, aber da ist bestimmt noch mehr los als hier ;-) . Bevor wir zur Kesselalm gekommen wären, biegt der Weg zum Gipfel rechts ab. Ein Stück gehts noch sehr einfach weiter, dann wirds etwas schwieriger, etwas schmaler und ab und zu mit ein paar kleinen Stufen. Bald darauf erreichen wir auch schon die Hubertusalm und sehen das Gipfelkreuz. In Knapp zehn Minuten (nach einer kleinen Fotopause) erreichen wir den Gipfel. Bisher waren die Temperaturen noch ganz angenehm (bzw die Kleidung fast sogar ein bisschen warm) aber der Wind hier oben ist schon ganz schön eisig.

Also essen wir nur kurz eine Kleinigkeit und machen uns wieder an den Abstieg. Mit den beiden Unterbrechungen sind wir jetzt vor etwa zweieinhalb Stunden am Parkplatz aufgebrochen. Den Rückweg machen wir auf einer anderen Seite des Breitenstein, über die Bucheralm. Das schönste am Tourengehen im Schnee ist, dass der Abstieg fast mehr Spass macht als der Aufstieg :D . Besonders interessant sind die gefrorenen Abschnitte zwischendrinne. Auf dem Hinweg gab es ein Stelle (an der wir auch auf dem Rückweg vorbeikommen) wo der Weg komplett mit Eis bedeckt ist, und der Abstieg geht zum Teil an einem Bach vorbei, der auch komplett zugefroren ist.

Das letzte Stück Weg ist wieder wie am Anfang und nach etwa einer Stunde sind wir dann wieder zurück am Auto. Eine schöne Tour für den Winter, ich fands auch nicht schlimm dass doch einiges los war. Es lohnt sich doch immer wieder wenn mans raus schafft … muss gleich mal überlegen wann ich das nächste mal los geh =)


Sudelfeld

12. Dezember 2009

Nach längerer Abweseneheit (in der Zwischenzeit bin ich nur zwei schon bekannte Touren gegangen) heute endlich was Neues =)

Meine erste Tour mit Schnee steht heute auf dem Plan und als Verstärkung nehme ich mir meine Mitbewohnerin Christina und  Jim mit. Als Tour habe ich das Wildalpjoch ausgesucht. Nachdem sich Christina noch heute morgen mit Bergschuhen ausgerüstet hat, gehts so gegen 10 von hier aus los. Mit dem Auto fahren wir nach Brannenburg und von da aus weiter Richtung Tatzelwurm und Bayrischzell. Irgendwo zwischen den beiden Orten finden wir dann auch einen Wanderparkplatz, von dem ich allerdings schon hier nicht sagen kann ob das der ist auf den wir wollen, oder doch ein andrer. Ohne aber weiter zu suchen, starten wir einfach von hier.

Das nächste Problem ist, dass man bei dem Schnee keine Wege erkennen kann, und auch die sonst üblichen gelben Wanderschilder kann ich nirgends finden. Also gehen wir einfach auf einer Spur, die ein Schneeschuhgeher und ein Skiläufer hinterlassen haben. Außer deren Spuren ist sonst von niemandem etwas zu sehen. Nach kurzer Zeit und der ersten Steigung haben wir uns alle ein gutes Reisetempo gefunden. Die Temperaturen liegen bei etwa -3° C und dafür sind wir gut ausgerüstet.

Nur kurze Zeit nachdem wir losgelaufen sind sehen wir nichts mehr außer weißen Bäumen, schneebedeckten Hängen und der Spur vor uns. Ab und zu kommt die Sonne raus und setzt die großen Schneeflocken in ein wirklich sehr schönes Licht ^^. Auf dem Weg müssen wir immer mal einen kleine Wasserlauf überqueren oder kommen an ein paar Hütten vorbei,  aber andere Leute sehen wir bis kurz vor Schluss gar nicht. Einen Gipfel als Ziel haben wir erstmal aufgegeben, der beste Plan scheint zu sein, einfach der Spur zu folgen. Das führt uns am Anfang über normales und manchmal etwas steiles Gelände, später auch zu schwierigeren Stellen abseits regulärer Wege (von denen man nur in selten Fällen etwas sehen kann).

Wir drei Bergschneetourneulinge schlagen uns alle gut und wir haben viel Spass (das meine ich auch bei den anderen beiden erkannt zu haben ;-) ). Nach etwa 2 Stunden entschließen wir uns dann wieder umzudrehen. Nach einer kurzen Verpflegungspause machen wir uns dann auf den Rückweg. Der im übrigen sehr viel angenehmer ist als ohne Schnee :D .

Deshalb sind wir auch nur gute Stunde nachdem wir den Abstieg angefangen haben wieder am Auto. Die Stunde allerdings war sehr unterhaltsam, etwas anstrengend, sehr rutschig und hat viel Spass gemacht =)


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