Scheffauer

17. Juli 2010

Der Scheffauer war ja schon einmal das Ziel, heute gibts die Tour als Rundweg.

Ausgangspunkt ist der Wanderparkplatz am Hintersteiner See (von Scheffau zum See hat die Straße einen etwas abenteuerlichen Character ^^). Von dem Parkplatz aus gehts Richtung Walleralm auf einem ganz netten Waldweg. Nicht so nett waren allerdings die Bremsen die wohl noch nicht gefrühstückt hatten ;-) . Nach einer knappen Stunde sind wir bei besagter Alm und nach einer kurzen Trinkpause gehts gleich weiter über die Alm zum nächsten Ziel, der Kaindelhütte. Eine weitere Stunde über Wiesen und durch den Wald (und ein paar Höhenmeter höher) sehen wir dann auch schon die Kaindelhütten mit dem kleinen Kapellchen recht malerisch vor uns gelegen. Ein paar Meter gehts wieder runter und auf einem der Felsen (ist übrigens ein kleiner Boulderfelsen =) ) die da auf der Wiese rumliegen machen wir dann ein paar Minuten Pause.

Jetzt kommt nur noch ein Abschnitt regulärer Aufstieg, bevor wir in den Widauersteig einsteigen (der im übrigen auch hier schon ausgeschildert ist). Vorbei an einem Teich – voll ausgestattet mit Molchen und Libellen – geht es geht es weiter Richtung Felswand und die letzten zehn Minuten bevor wir da sind kann man schon den Verlauf vom Steig erahnen.

Am Steig angekommen legt meine (klettersteigunerfahrene) Begleiterin lieber das Klettersteigset an, aber wirklich viel benutzen tut Sie es nicht =). An sonsten ist das wirklich ein schöner (wenn auch nicht besonders schwerer) Klettersteig mit toller Aussicht und mit ganz angenehmer Länge – nach etwa einer Stunde vom Einstieg aus sind wir bei der Gabelung oben, an der es entweder wieder runter ins Tal geht, oder die letzten zehn Minuten zum Gipfelkreuz. Letzeres nehmen wir natürlich mit und machen da noch einmal eine kurze Verpflegungspause – beobachtet von sieben schwarzen Augenpaaren, die im Umkreis von zwei Metern um uns herumsitzen und auf ein Mittagessen warten ;-)

Den Abstieg gehen wir dann also auf der andren Seite an (sonst würde das mit dem Rundweg schwer :P ). Auch wieder landschaftlich recht schön, technisch nicht schwieriger als der Widauersteig, eher etwas leichter. Nach ungefähr eineinhalb Stunden verlassen wir den Steig, es geht noch quer über ein Geröllfeld nach unten, und dann kommen wir wieder auf einen “normalen” Weg, der die letzte Stunde zurück zum See führt (hier ist der letzte Abschnitt die Straße auf der wir zum Parkplatz gefahren sind).

Insgesamt mit nicht zu großer Eile eine fast Tagestour (sieben Stunden) ^^, aber eine sehr schöne und (bei Schwindelfreiheit/Trittsicherheit) ohne größere technische Schwierigkeiten.


Scheffauer

23. August 2009

Nichtsahnend und alles Vertrauen in Steffi legend (was die Tourenplanung betrifft) hab ich mich auf eine gemütlich Sonntagstour eingestellt – aber da sollte ich enttäuscht werden ;-)

Mit dabei sind heute Martina und … Steffi? :-P . Gegen 08:15 sammelt Martina mich in Rosenheim auf und nach einer dreiviertel Stunde haben wir auch Steffie abgeholt und sind wanderfertig  in Kufstein angekommen. Neben der Liftstation. Aber natürlich laufen wir daran vorbei und in einem recht gemütlichen Anstieg über die Duxeralmen kommen wir durch Nebel und Wolken zu einem ersten … lokalen Maximum ;-)

Von hier wäre es auch nicht mehr weit zur oberen Liftstation – an dieser Kreuzung wo wir gerade stehen war ich auch schon bei meiner ersten Kaisertour – wir wenden uns aber in die andre Richtung und gehen weiter zur Kaindlhütte. Nach insgesamt etwas mehr als zwei Stunden kommen wir bei der malerisch gelegenen Alm an. Ohne größeren Aufenthalt nähern wir uns aber zügig unserem nächsten Ziel – dem Wildauersteig. Und das ist der Punkt an dem ich wo ich nicht mit gerechnet hatte, so gemütlich wird nämlich gar nicht – im Gegenteil – heute mach ich meinen ersten offiziellen Klettersteig :-D . Insgesamt drei Stunden sind wir unterwegs als ich den Steig aus der Ferne das erste mal seh … und es sieht aus als würde es viel Spass machen =).

Insgesamt eine Stunde sind wir auf dem Klettersteig unterwegs und – es MACHT Spass, und zwar nicht zu wenig. Und auch die Progression der Schwierigkeit der Touren war bisher optimal gewählt … als kurzes allgemeines Zwischenfazit :-D . Auf dem Weg nach oben klart es auch auf und wir haben auf dem Scheffauer (zumindest kurzzeitig) eine tolle Aussicht. Von der Südseite her weht ein mittelkräftiger Wind den Berg rauf und schiebt immer wieder Wolken ins Kaisertal. Oben um das Kreuz sitzen viele andre Wanderer und auch wieder einige Bergdolen.

Nach einer Pause treten wir dann schließlich wieder den Abstieg an. Meine bisherigen Erfahrungen haben sich auch wieder bestätigt: Wenn man irgendwo raufkommt, kommt man auch mindestens so gut wieder runter. War bisher noch nie so dass ich gesagt hätte runter wars schwieriger als rauf. UND … der Abstieg ist immer länger als der Aufstieg. Auf dem Rückweg nehmen wir noch ein kleines Getränk in der Kaindlhütte zu uns und gehen anschließend den Rest wieder zurück nach Kufstein.

Nach 9 Stunden sind wir dann alle wieder recht müde zurück am Auto und machen uns auf die Heimfahrt. Ist mit dem Auto auch mal ganz angenehm ^^.

Aber war wieder eine super Tour, mit nem tollen – leichten – Klettersteig als Höhepunkt.


Follow

Bekomme jeden neuen Artikel in deinen Posteingang.