Kranzhorn

4. April 2010

Als Ostersonntägliche Tour geh ich heut mit nem Bekannten ganz gemütlich zum Kranzhorn. Mit dem Auto fahren wir nach Erl relativ weit den Erlerberg rauf und kommen so mit einer gemütlichen zweieinhalb Stundentour den auf den Gipfel und zurück. Wettermäßig haben wir wiedermal Glück, als wir an der Schutzhütte vorbeigehen haben wir sogar wolkenlosen Himmel … zumindest ein Stück weit. Auf dem Gipfel ist recht angenehm und die Aussicht auch nicht schlecht ;-) die umliegenden Berge und heute besonders das Inntal bieten einen recht schönen Anblick =)

Alles in allem eine mäßig interessante Tour mit schönem letzten Stück vor dem Gipfel. Angenehmerweise hat der vorhergesagte Regen erst auf dem Rückfahrt eingesetzt ^^


Kranzhorn

24. Mai 2009

Nachdem ich gestern die sehr hilfreiche Seite Höhenrausch gefunden hatte, hab ich heute gleich mal eine von den Touren ausprobiert.  Erstmal eine einfache, obwohl mich eine von den längeren auch gereizt hätte. Das ist dann das nächste große Ziel :-D

Also gings heute von dem winzigen Ort Windshausen auf das Kranzhorn. Windshausen liegt an der deutsch-österreichischen Grenze etwa 25km von Rosenheim aus. Eigentlich wollte meine Mitbewohnerin Nadine noch mit, hatte das aber irgendwie verpennt und ist nicht rechtzeitig aus München zurückgekommen … naja, so hab ich ein bisschen sportliche Ambitionen an den Tag gelegt ;-)

Auf dem Rad bin ich mit Gegenwind ungefähr ne Stunde nach Windshausen gefahren. Das war nicht so besonders spannend, weil der Radweg halt recht grade am Inn langgeht. Außerdem bin ich da schon ein paar mal gefahren. Den Parkplatz, von dem aus ich die Wegbeschreibung hatte, hab ich auch ohne Probleme gefunden – Windshausen hat nur zwei Straßen.

Jetzt gings los, für die Strecke war eine Gehzeit von vier Stunden angeben – zweieinviertel für den Aufstieg, eindreiviertel für den Abstieg. Mein Ziel war natürlich das zu unterbieten ;-) Da ich allerdings nicht wusste was mich erwartet war ich gespannt wie das wird. Die erste viertelstunde gings schon mal recht steil auf einem geschotterten breiten Weg bergaufwärts, links und rechts war wald und mal ein kleiner Wasserlauf – nicht so besonders spannend. Kurz bevor die erste interessante Stelle kam, hab ich auch die ersten anderen Wanderer getroffen, die mit einem freundlichen “servus” gegrüßt haben. Eigentlich wirkten alle Leute die ich auf dem Berg getroffen hab herzlich und mit manchen hab ich mich auch ein bisschen unterhalten – bei uns im Wald wär mir das so nicht passiert, aber eine nette Sache :-) Zurück zu der Abzweigung: der Weg auf dem ich gekommen bin geht weiter bergauf, aber die Beschilderung sieht einen schmalen felsigen Pfad vor, der noch steiler den Berg hoch führt. Nicht so steil wie ich es noch nie gesehen habe, aber schon so, dass ich mich gefragt habe wie eine schwere Route aussieht, wenn das hier einfach ist ^^ Ein paar Minuten später wird der Pfad wieder etwas breiter und weniger steil, aber auf dem ganzen Weg will ich eigentlich nicht mit dem Rad fahren müssen ;-) Kurz drauf hab ich eine kleine Familie getroffen, wo der Vater den Sohn auf dem Rücken getragen hat – eher was für Fortgeschrittene. Dafür war ich allerdings auch ein gutes Stück schneller :-P Weiter ging es – schön ,aber nicht überwältigend – bis ich zum ersten mal durch den Wald auch gesehen hab, dass ich inzwischen schon ein paar Höhenmeter unter mir gelassen hab. Auch hier halte ich mich nicht lange auf (nur kurz für zwei oder drei Bilder) und weiter gehts. Irgendwie erinnert mich der nächste Abschnitt an den Pfälzer Wald, vielleicht ein bisschen steiler, aber der Wald und das Drumherum erinnern mich an das was ich zweieinhalb Jahre zuhause genannt habe :-) Und dann stand ich vor einer schwierigen Entscheidung … auch hierzu gibt es ein Bild und ich glaub da brauch ich weiter nicht viel zu zu sagen ;-) Es kam auf jeden Fall wieder ein forderndes Stück schmaler steiler Trampelpfad mit ein paar Tritthilfen. Ganz nach meinem Geschmack :-D Danach waren es nur noch ein paar Minuten auf einem breiten Weg in einem langezogene S bis zur Kranzhornalm wo auch die Schutzhütte steht. Hier saßen auch schon einige Wanderer und Mountainbiker und spiesen.

Mein Ziel lag aber noch ein Stück weiter (und höher). Es folgt nämlich der Weg  zum Gipfel. Auf einem Wegweiser steht als Zeitangabe 20 Minuten … bisher lag ich mit der Zeit von 1:02h sehr gut :-D Der Aufstieg hat es aber noch mal in sich, viele viele Stufen. Und auch wieder mehrere Gruppen Wanderer die auf dem Weg zum oder vom Gipfel ordentlich aufgereit den schmalen Pfad liefen. Nach einer knappen viertel Stunde bin ich auch oben angekommen – völlig verschwitzt, aber wen würde das überraschen ^^  Hier oben stehen übrigens zwei Kreuze. Die Grenze verläuft direkt über den Gipfel, also steht ein deutsches und ein östereichisches Kreuz da. Jetzt ist erst mal Zeit für Mittagspause :-) Ein Einheimischer (Ureinwohner ^^) benennt mir die umliegenden Berge – der Spitzstein und zahmer und wilder Kaiser. Grade die letzte beiden haben es mir angetan, da liegt noch Schnee :-D Da werde ich aber etwas mehr Zeit für die Begehung einplanen müssen. Höhenrausch veranschlagt für einen Aufstieg zum wilden Kaiser sechs und für den Abstieg nochmal fünf Stunden, dazu noch abschnittsweise ein höherer Schwierigkeitsgrad. Vielleicht wird das ja was nächstes Wochenenede … Nach ner halben Stunde Pause etwa gehts wieder mit ner hammer Aussicht (hier hats nämlich kaum noch Bäume) zurück zur Hütte. Da hab ich noch ne Kleinigkeit für die wirtschaftlichkeit der Wirtschaft getan (die Preise find ich angemessen) und ein weiteres halbes Stündchen an einem Teich mit vielen (wirklich vielen) Molchen und sonstigem Getier drinnen gesessen.

Auf dem Rückweg war ich dann froh als ich unten war, der Weg war wie gesagt nicht übermäßig spannend und das ständige Bergablaufen ist ganz schön anstrengend. Die letzte viertel Stunde gings dann im lockeren Trab zum Parklplatz zurück und von da aus mit Rückenwind ^^ am Inn wieder nach Rosenheim.

Zusammenfassend kann man sagen 50 (Rad)Kilometer, 830 Höhenmeter, 5 Stunden (1h Pause) und die ersten beiden Gipfelkreuze auf 1365m. Es hat sich gelohnt! und vielleicht kann ich bei der nächsten Tour noch ein paar Kollegen dazu bewegen mitzukommen :-)


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