Kranzhorn

4. April 2010

Als Ostersonntägliche Tour geh ich heut mit nem Bekannten ganz gemütlich zum Kranzhorn. Mit dem Auto fahren wir nach Erl relativ weit den Erlerberg rauf und kommen so mit einer gemütlichen zweieinhalb Stundentour den auf den Gipfel und zurück. Wettermäßig haben wir wiedermal Glück, als wir an der Schutzhütte vorbeigehen haben wir sogar wolkenlosen Himmel … zumindest ein Stück weit. Auf dem Gipfel ist recht angenehm und die Aussicht auch nicht schlecht ;-) die umliegenden Berge und heute besonders das Inntal bieten einen recht schönen Anblick =)

Alles in allem eine mäßig interessante Tour mit schönem letzten Stück vor dem Gipfel. Angenehmerweise hat der vorhergesagte Regen erst auf dem Rückfahrt eingesetzt ^^


Spitzsteinhaus

30. Januar 2010

Von Sonntag aus betrachtet wäre die Tour vlt besser einen Tag später gewesen, weil der Himmel doch wesentlich blauer ist heute.

Aber ich fang besser von vorne an: Dieses Wochenende ist also wieder eine Bergtour angesagt, in letzter Zeit ist die Häufigkeit von Bergtouren doch beängstigend gesunken ;-) . Tagesziel ist der Spitzstein, bzw soweit zum Spitzstein wie ich komme. Die Anreise nach Erl (Ausganspunkt der Tour kurz hinter der tiroler Grenze) mache ich mal wieder ganz klassisch mit dem Rad. Eigentlich hatte ich bei der Planung noch vor bis zum Spitzsteinhaus zu fahren, eben schnell auf den Gipfel zu gehen und wieder nach hause zu fahren. Nach einer weitgehend unspektakulären Hinfahrt über die Straße (Indamm war mir bei dern Schneeverhältnissen nicht ganz geheuer ^^) hab ich in Erl von dem ursprünglichen Plan allerdings schnell Abstand genommen. Sobald man nämlich von der Hauptstrasse – die komplett schneefrei ist – runterkommt, hat man ohne Schneeketten, Allrad oder Spikes kaum ne Chance auf Rädern weiterzukommen. Vorallem wenns dann noch bergauf geht. Und da ich mit meinen ganz normalen Allwetterreifen unterwegs bin bleibt mir nichts übrig als zu schieben und einen Parkplatz zu finden.

Nach einem kurzen Schuhwechsel (von den Radschuhen auf die Bergschuhe) und der Präparation der Stöcke gehts nach etwa 75 Minuten nach dem Aufbruch in Rosenheim zu Fuss weiter [hier ist mein Getränk zwar kalt aber noch nicht geforen ^^]. Über die Straße/breiter Weg erklimme ich als nächstes also den Erlerberg, der sich über die nächste dreiviertelstunde erstreckt. In der Zeit hab ich dann auch die Hausnummern Erlerberg 1 bis 40 abgeklappert … eigentlich ne ganz hübsche Wohngegend ;-) . Als ich zu dem kleinen Parkplatz komme kurz bevor die Route den Weg auf einen kleinen Pfad verlässt wird der bis dahin leichte Schneefall deutlich stärker – sehr stimmungsvoll =)

Der nächste Abschnitt ist gespurt und ich treffe auch einige andre Leute (genaugenommen überhole ich sie – ich habs nämlich ein wenig eilig damit ich nach hause komme bevor es dunkel wird ;-) ) und auf den freieren Stellen auf dem Weg nach oben bläst es schon ganz schön heftig. Hier sind auch immer wieder Schneeverwehungen die den Weg etwas schwierig machen. Aber alles kein Problem ;-) nach dem letzten steileren Stück komme ich schließlich zum Spitzsteinhaus. Vom Zeitmanangement passt mir das recht gut und ein Kreuz steht auch noch da! Ich wär ja eigentlich noch gern auf den Gipfel gegangen, aber so bin ich froh dass ich es wenigstens hierher noch geschafft habe. Fast alle anderen hier fahren auf Skiern oder zumindest auf nem Rodel wieder runter, aber ich muss – in Ermangelung solchen Equipments – wieder per pedes runter. Ich lutsch noch schnell ein stück von meinem mit Kohlenhydranten versetzen Getränk und mach mich dann auch an den Abstieg.

Auf dem Stück zum oberen Parkplatz versinke ich zweimal bis fast zur Hüfte im Schnee – das ist schon recht lustig =D – und bin erstaunt wie schnell der Wind alle Spuren beseitigt. Stellenweise kann ich überhaupt nicht erkennen dass ich da vor zwanzig Minuten schon mal war o_O. Im tiefen Schnee (irgendwas von 20 bis 70 Zentimeter) ist das bergablaufen eigentlich ziemlich angenehm. Auf dem nächsten Abschnitt – der “geräumten” Straße, wo alles bis auf den festen und zT vereisten Schnee weggeräumt ist – wirds schon ein bisschen anstrengend, weil ich doch nie weiß ob der nächste Schritt jetzt rutschig ist oder nicht. Ansich aber auch kein Problem, nach 1:50 Aufstieg und 1:15 Abstieg bin ich wieder am Rad und mach mich auf den recht gemütlichen Heimweg. Wo die Tour insgesamt ja doch ein bisschen länger ist (~5:40h) und mein ohnehin knapper extracorporaler Kohlenhydratvorrat nur schwer nutzbar war (-> etwas gefroren) hab ich mich da lieber mal im Fettverbrennungsbereich aufgehalten.

Mit diesem unersetzbaren Wissen habe ich auch diese tolle Tour gemeistert (die eigentlich auch in die Kategorie Bergradtour sollte – aber die österreichische Schneelage wollte das nicht :-P ) und hoffe das ich nächste Woche wieder starte. Apropos Kategorie … ich trainiere grad dafür im Sommer noch eine weitere dazu zunehmen: klettern =D

In diesem Sinne

frohes sporteln =)


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