Heuberg

28. Juli 2010

Heut nachmittag gibts noch ne schnelle Tour auf den Heuberg =)

Der Abwechslung wegen fahr ich nicht über Nußdorf, sonder über Grainbach an der Hochries vorbei nach Duft. Das ist mit dem Rad schon ne recht schöne Strecke, über Ziegelberg aus Rosenheim raus und kurz vor der Innbrücke (Miesbacher Str.) an den Inn, weiter nach Thansau und von da aus neben der Straße nach Rohrdorf. in Rohrdorf komm ich dann auf den Bodensee-Königsee-Radweg, der mich leicht steigend nach Achenmühle bringt. Da gehts dann rechts weiter in Richtung Hochriesbahn nach Grainbach. Der Teil zwischen den beiden Orten legt allerdings schon ein paar mehr Höhenmeter zurück. Nach Grainbach lass ich die Hochries links liegen, fahr am Wanderparkplatz Spatenau vorbei und komm schließlich (nach einer Stunde fahrtzeit) am Gasthof Duftbräu an.

Hier stell ich das Rad ab und steig am Wasserfall in den sehr schönen Waldweg zu den Daffneralmen ein. Diesen wirklich immer lohnenswerten Abschnitt bewältige ich dann auch in einer halben Stunde und dreh auf der Almwiese angekommen wieder um. Heuberggipfel mach ich wann anders mal wieder =). Das liegt allerdings weniger am Wetter (der warme Regen macht die Tour sogar noch schöner) als an der Zeit heute ;-)

Zurück gehts auf gleichem Wege wieder zum Parkplatz Duft und von da aus mit dem Rad nach Rosenheim. Insgesamt hats mit 2:45 den zeitlichen Rahmen nicht gesprengt und wieder mal gezeigt dass sich Heuberg als Nahziel immer wieder lohnt!


Heuberg

10. April 2010

Heut gehts wieder mal auf den Heuberg, wobei wir allerdings nicht beim Waldparkplatz den Weg zu den Daffneralmen, sondern vom Gasthaus Duftbräu an dem Wasserfall starten, was sich auf jeden Fall lohnt. Ist zwar ein bisschen weiter, aber dafür auch deutlich schöner =)

Im Gegensatz zum letzten mal vor ein paar Wochen liegt kein halber Meter Schnee mehr – dafür sind auf der ganzen Almwiese lilane und weiße Krokusse verteilt. Sieht toll aus, auch wenn leider alle wegen der Wolken zu sind …. naja, vlt nächstes Jahr :D

Sonst gibts wenig neues zu berichten, abgesehen davon, dass heute tatsächlich größere Menschenmassen zum Heuberggipfel wandern und – im dritten Anlauf – habe ich den offiziellen Weg nicht über die ausgetretene Almwiese gefunden. Der ist dazu auch noch viel schöner als der staubige steile Pfad den alle rauflaufen ;-)

Für nächsten Samstag hab ich auch schon einen Tipp bekommen: die Gedererwand


Kranzhorn

4. April 2010

Als Ostersonntägliche Tour geh ich heut mit nem Bekannten ganz gemütlich zum Kranzhorn. Mit dem Auto fahren wir nach Erl relativ weit den Erlerberg rauf und kommen so mit einer gemütlichen zweieinhalb Stundentour den auf den Gipfel und zurück. Wettermäßig haben wir wiedermal Glück, als wir an der Schutzhütte vorbeigehen haben wir sogar wolkenlosen Himmel … zumindest ein Stück weit. Auf dem Gipfel ist recht angenehm und die Aussicht auch nicht schlecht ;-) die umliegenden Berge und heute besonders das Inntal bieten einen recht schönen Anblick =)

Alles in allem eine mäßig interessante Tour mit schönem letzten Stück vor dem Gipfel. Angenehmerweise hat der vorhergesagte Regen erst auf dem Rückfahrt eingesetzt ^^


Karspitze

27. März 2010

Nur noch ganz kurz …. und dann gehts wieder richtig los! Diesen Samstag gehn ein paar Kolleginnen und ich auf die Karspitze, einen eher nicht ganz so hoher Berg bei Sachrang, in der Nähe der Kampenwand.

Wir starten kurz vor der österreichischen Grenze und gehen über zwei kleine Häuflein Schnee zur Wildbichlalm. Dabei hätts uns nicht gewundert wenn uns Hobbits über den weg gelaufen wären – und damit meine ich nicht die Kekse ^^. Von da aus hat man schon einen Recht schönen Blick auf den Zahmen Kaiser, der allerdings zum Teil noch von unserem Berg verdeckt ist.

Nach kurzer Rast gehts weiter in Richtung Karspitze. Wo es im ersten Teil hauptsächlich durch den Wald ging, gehn wir jetzt hauptsächlich über Almwiesen. Das Wetter ist auch deutlich besser als prophezeit, bis zum Gipfel haben wir hauptsächlich Sonnenschein, danach wirds zwar ein bisschen bewölkter – aber den Regen sehn wir nur aus der Ferne. Nach gut eineinviertel Stunden sind wir oben beim Gipfelkreuz und schauen grad aus auf den noch recht weißen Zahme Kaiser, den Walchsee, der auch noch zugefrohren scheint und rechts daneben ins Inntal auf Kufstein. Im Hintergrund stehen die restlichen Alpen und runden das Panorama ab ;-) . Insgesamt eine recht beeindruckende Aussicht, für so einen kleinen Hügel bei 1241 hm =)

Der Abstieg gestaltet sich auch recht amüsant, auf der Rückseite wo die Sonne nie scheint – oder zumindest selten :-P – liegen noch zwei größere Schneefelder, die ganz schön tief und alles andere als festgetreten sind. Schließlich kommen wir wieder bei der Wildbichlalm an und steigen noch die letzte halbe Stunde um Auto ab.  Mit Pausen sind wir knapp drei Stunden unterwegs gewesen.

Und auch diese Tour hat definitiv Lust auf mehr gemacht, glücklicherweise ist nächste Woche Ostern -was bedeutet: vier Tage frei! da sollte doch was gehn =D


Frühling?!

28. Februar 2010

Anlässlich der Winterpause starte ich heute die erste Tour dieses Jahr mit Gedanken an das was da im Sommer noch kommt =)

Die Tour auf den Heuberg über das Mühltal und den Waldparkplatz ist keine neue, aber eine lohnende mit überschaubarer Dauer ^^. Mit dem Rad gehts zuerst nach Nußdorf, dass Mühltal rauf bis zum Waldparkplatz (zwischen Ried im Winkl und Duft). Von da fällt mir die Entscheidung nicht schwer ob ich weiter mit dem Rad fahr, oder laufe … ab dem Parkplatz ist ne dicke Eisschicht auf dem Weg. Insgesamt sind die Temperaturen aber recht warm, meistens um die 19° :D .

Ab dem wechsel wirds ein bisschen kühler, aber auch hier ists ordentlich am tauen. Auf dem Weg zu den Daffneralmen wird das Eis dann doch zu Schnee und ab auf dem Weg zum Gipfel liegt doch noch ne ganze Menge Schnee … das machts schon eher anstrengender ;-) . Nach dem Heuberggipfel kann ich sogar noch auf die Wasserwand, da liegt nämlich kein Schnee drauf und dann gehts auch schon wieder zurück.

Leider wirds wohl erstmal noch ein bisschen mit dem Winter weitergehen, aber Frühling ist doch inzwischen absehbar =)


Wintersport

17. Februar 2010

vorgehabt hatte ich ja ein woche nach der tour zum spitzsteinhaus eine weitere bergwanderung gemacht zu haben, den plan habe ich allerdings zu gunsten von verschiedenen wintersportaktivitäten wieder verworfen.

am ersten wochenende war ich samstags snowboarden in bayrischzell. das war sehr unterhaltsam (für alle anderen) hat aber auch mir viel spass gemacht und ich denke ich werde das nächsten winter mal richtig angehen :-)

letztes wochenende war ich samstags auf der schlipfgrubalm (bei brannenburg). da gings erstmal recht gemütlich ne dreiviertelstunde rauf und nach einer kurzen einkehr auf besagter alm gings dann mit dem rodel wieder runter. auch das hat viel spass gemacht, war aber ohne licht (zumindest hatte ich keins dabei) etwas abenteuerlich – trozdem nicht weniger lustig!

und weils so schön war bin ich sonntag gleich nochmal rodeln gewesen und zwar am pendling. da gings ähnlich lang erstmal rauf zur kalaalm und nach kurzer stärkung wieder talwärts =). die bahn war zwar hier schon recht ausgefahren, aber – auch wegen der großen gruppe die wir waren – hats sehr viel spass gemacht.

merke: der rodel kommt mit auf die recht lange und nicht minder teure liste mit wichtigen anschaffungen =D


Breitenstein

6. Januar 2010

Da in Bayern ja glücklicherweise der 06.01 ein Feiertag ist haben wir heut Zeit ein kleines T… ne kleine Tour zu machen (wie schreibt man eigentlich die Diminuitivform von Tour?!). Eigentlich wollte ich zum Spitzstein fahren, aber wo sich Kathrin noch spontan dazu entschieden hat mitzukommen (und so ein Auto zur Verfügung stand) sind wir zum Breitenstein.

Erstmal sah das Wetter nicht so gut aus, ein bisschen trüb. Aber als wir Bad Feilenbach hinter uns lassen und ein bisschen an Höhe gewinnen wirds deutlich klarer. Die Wolken bleiben zwar den ganzen Tag, aber die beeinträchtigen die Sicht nich erheblich. Außer uns scheinen noch viele andere den Feiertag zu nutzen, die Wanderparkplätze an denen wir vorbeifahren sind alle recht voll.

In Birkenstein finden wir den Parkplatz recht schnell und starten auch gleich in Richtung Wallfahrtskirche. Die ist nur ein kleines Stück vom Start entfernt (immernoch in Birkenstein) und hier hilft uns ein (wie so oft) freunlicher Birkensteiner den Einstieg in unsere Rundtour zu finden.

Für da wo ich herkomm würd ich sagen dass schon einiges an Schnee liegt, aber hier siehts anders aus. Der Schnee reicht immerhin um den Boden zu bedecken, ist aber bis auf einen kleinen Abschnitt um den Gipfel nie richtig tief. Das ändert allerdings nichts daran, dass es alles recht hübsch aussieht ^^.

Der Weg geht in Schleifen nicht besonders steil den Berg rauf bis wir kurz vor der Kesselalm sind. Zwischendrinnen zweigt immer mal ein Weg zum Wendelstein ab, aber da ist bestimmt noch mehr los als hier ;-) . Bevor wir zur Kesselalm gekommen wären, biegt der Weg zum Gipfel rechts ab. Ein Stück gehts noch sehr einfach weiter, dann wirds etwas schwieriger, etwas schmaler und ab und zu mit ein paar kleinen Stufen. Bald darauf erreichen wir auch schon die Hubertusalm und sehen das Gipfelkreuz. In Knapp zehn Minuten (nach einer kleinen Fotopause) erreichen wir den Gipfel. Bisher waren die Temperaturen noch ganz angenehm (bzw die Kleidung fast sogar ein bisschen warm) aber der Wind hier oben ist schon ganz schön eisig.

Also essen wir nur kurz eine Kleinigkeit und machen uns wieder an den Abstieg. Mit den beiden Unterbrechungen sind wir jetzt vor etwa zweieinhalb Stunden am Parkplatz aufgebrochen. Den Rückweg machen wir auf einer anderen Seite des Breitenstein, über die Bucheralm. Das schönste am Tourengehen im Schnee ist, dass der Abstieg fast mehr Spass macht als der Aufstieg :D . Besonders interessant sind die gefrorenen Abschnitte zwischendrinne. Auf dem Hinweg gab es ein Stelle (an der wir auch auf dem Rückweg vorbeikommen) wo der Weg komplett mit Eis bedeckt ist, und der Abstieg geht zum Teil an einem Bach vorbei, der auch komplett zugefroren ist.

Das letzte Stück Weg ist wieder wie am Anfang und nach etwa einer Stunde sind wir dann wieder zurück am Auto. Eine schöne Tour für den Winter, ich fands auch nicht schlimm dass doch einiges los war. Es lohnt sich doch immer wieder wenn mans raus schafft … muss gleich mal überlegen wann ich das nächste mal los geh =)


Sudelfeld

12. Dezember 2009

Nach längerer Abweseneheit (in der Zwischenzeit bin ich nur zwei schon bekannte Touren gegangen) heute endlich was Neues =)

Meine erste Tour mit Schnee steht heute auf dem Plan und als Verstärkung nehme ich mir meine Mitbewohnerin Christina und  Jim mit. Als Tour habe ich das Wildalpjoch ausgesucht. Nachdem sich Christina noch heute morgen mit Bergschuhen ausgerüstet hat, gehts so gegen 10 von hier aus los. Mit dem Auto fahren wir nach Brannenburg und von da aus weiter Richtung Tatzelwurm und Bayrischzell. Irgendwo zwischen den beiden Orten finden wir dann auch einen Wanderparkplatz, von dem ich allerdings schon hier nicht sagen kann ob das der ist auf den wir wollen, oder doch ein andrer. Ohne aber weiter zu suchen, starten wir einfach von hier.

Das nächste Problem ist, dass man bei dem Schnee keine Wege erkennen kann, und auch die sonst üblichen gelben Wanderschilder kann ich nirgends finden. Also gehen wir einfach auf einer Spur, die ein Schneeschuhgeher und ein Skiläufer hinterlassen haben. Außer deren Spuren ist sonst von niemandem etwas zu sehen. Nach kurzer Zeit und der ersten Steigung haben wir uns alle ein gutes Reisetempo gefunden. Die Temperaturen liegen bei etwa -3° C und dafür sind wir gut ausgerüstet.

Nur kurze Zeit nachdem wir losgelaufen sind sehen wir nichts mehr außer weißen Bäumen, schneebedeckten Hängen und der Spur vor uns. Ab und zu kommt die Sonne raus und setzt die großen Schneeflocken in ein wirklich sehr schönes Licht ^^. Auf dem Weg müssen wir immer mal einen kleine Wasserlauf überqueren oder kommen an ein paar Hütten vorbei,  aber andere Leute sehen wir bis kurz vor Schluss gar nicht. Einen Gipfel als Ziel haben wir erstmal aufgegeben, der beste Plan scheint zu sein, einfach der Spur zu folgen. Das führt uns am Anfang über normales und manchmal etwas steiles Gelände, später auch zu schwierigeren Stellen abseits regulärer Wege (von denen man nur in selten Fällen etwas sehen kann).

Wir drei Bergschneetourneulinge schlagen uns alle gut und wir haben viel Spass (das meine ich auch bei den anderen beiden erkannt zu haben ;-) ). Nach etwa 2 Stunden entschließen wir uns dann wieder umzudrehen. Nach einer kurzen Verpflegungspause machen wir uns dann auf den Rückweg. Der im übrigen sehr viel angenehmer ist als ohne Schnee :D .

Deshalb sind wir auch nur gute Stunde nachdem wir den Abstieg angefangen haben wieder am Auto. Die Stunde allerdings war sehr unterhaltsam, etwas anstrengend, sehr rutschig und hat viel Spass gemacht =)


Hochries

19. September 2009

Mal wieder eine Nachmittagstour. Heute ist das Ziel der Rosenheimer Hausberg, die Hochries. Die Strecke kenne ich zwar nicht, aber wie sich die Beschreibung liest ist der Weg technisch wohl nicht besonders anspruchsvoll, daher will ich versuchen möglichst weit mit dem Rad zu kommen, und wenns nicht mehr weitergeht den Rest zu Fuß zu bewältigen.

Auf dem Hinweg versuche ich möglichst den Radweg wiederzufinden, wie ich von der Kampenwand zurückgekommen bin, ein großer Teil der Strecke ist nämlich identisch. Bis Rohrdorf klappts auch noch ohne Probleme, aber da verpass ich den Einstieg in den Bodensee-Königssee-Radweg und fahr dann doch wieder Straße … aber egal, fürs nächste mal weiß ich jetzt bescheid :-D . Ein bisschen an die Moldau erinnert mich in Rohrdorf eine Stelle wo ich so im vorbeifahren kurz Livemusik höhre … Wenig später erreiche ich dann die Achenmühle und von hier aus gehts schon die ersten spürbaren Höhenmeter Richtung Parkplatz Spatenau. Zwischendrinnen muss ich zwar immer mal wieder auf die Karte schauen, aber ansich verläuft die Fahrt ohne weiter Vorkomnisse.

Schließlich komme ich auch an dem Parkplatz an, wegen den kleinen Navigationspausen stehen inzwischen 1:15 auf der Uhr. Ab hier gehts richtig bergauf und ich schaffe es tatsächlich langsam zu fahren! Das ist was ganz neues, aber es funktioniert. Die Steigung an sich macht mir wenig aus – gut sie ist auch nicht extrem – aber schon nicht zu verachten und ich bin schneller als zu Fuß … was will ich also mehr. Das geht noch ein gutes Stück weiter, bis ich an der Doagl-Alm vorbeifahre. Jetzt wird der Weg schon sehr schwierig für mich mit dem Rad und nach einem kurzen weiteren Stück muss ich das Rad stehen lassen. Langsam komme ich auch immer weiter in die tiefhängenden Wolken, Aussicht gibt es heute nicht wirklich, aber das macht nix, ist auch so schön. Ansich ist der Weg erstmal nicht besonders spektakulär oder schwierig, aber langweilig auch nicht. Meter um Meter gehts weiter nach oben, vorbei an der Seitenalm und dann auf den letzten Abschnitt zur Hochrieshütte. Kurz nach der Seitenalm führt der Weg auf einen steinigen Pfad. Der macht zwar keinen wirklich natürlichen Eindruck, aber passt trotzdem gut dahin. Langsam führt der Weg nach oben und aus den Wolken. Das ist schon eine tolle Stimmung aus dem Grau ins warme Sonnenlicht und zum blauen Himmel … Weit ists jetzt nicht mehr und auf dem Bergrücken gehe ich die letzten zehn Minuten bis zur Hochrieshütte. Den angeblich so großartigen Ausblick kann ich zwar nicht genießen, aber schön ist es allemal hier oben (wie man auch auf den Bildern erkennen kann ;-) ). Würde man das wollen könnte man natürlich auch mit der Bahn wieder runterfahren, aber das kommt natürlich gar nicht in Frage ^^.

Der Abstieg geht zügig und mit dem Rad noch viel schneller. Der Heimweg vom Parkplatz aus macht auch sehr viel Spass – wie ich auch letztes mal schon festgestellt hab geht es auf dem ganzen Rückweg auf der Strecke immer leicht bergab … das macht die ganze Sache sehr schnell :-D

Insgesamt ne schöne Nachmittagstour, ich war alles in allem knapp vier Stunden unterwegs.


Hochsalwand

8. August 2009

Vier Kreuze stehen heut auf dem Programm.

Das erste Ziel ist Bad Feilnbach. Bis dahin gehts an der Straße entlang, nicht besonders schön, aber gedauert hats auch nicht lang. Nach dem Ort kommen noch ein paar Kilometer ins Jenbachtal, wo ich meine Bergradfahrambitionen ausleben kann. In meinem Fall sind diese Recht schnell erschöpft und ich bin froh, als ich nach einer halben Stunde etwa bei dem beschriebenen Parkplatz ankomme. Nach kurzer Parkplatzsuche (ist manchmal gar nicht so einfach was sinnvolles zu finden) nehm ich das neue alte Ziel Farrenoint in Angriff. Gar kein schwerer Berg, aber das letzte mal – der ein oder andre aufmerksame Leser erinnert sich vielleicht ;-) – hats das Wetter nicht möglich gemacht. Am Anfang sind noch viele andre Wanderer unterwegs, aber sobald ich den breiten Weg verlasse, wirds weniger. Von diesem schmalen Pfad in Richtung erster Gipfel hab ich schon schöne Aussichten in Richtung Wendelstein und der benachbarten Hügel. Gerade mit dem Licht … eine feine Sache :-) .

Ohne größere Bemerkenswertigkeiten komme ich auf den Gipfel. Direkt hinter der Huberalm steht das Kreuz und als ich da ankomme ist grade ein Gleitschirm samt – Gleiter? – am starten. Das wäre schön … auf den Berg rauflaufen und einfach wieder runterspringen ^^.  Von hier aus kann ich auf jeden Fall schön die heutige Route sehen … zuerst der Mitterberg, dann die Rampoltplatte, dahinter die Hochsalwand und ganz im Hintergrund der Wendelstein (auf den ich heute nicht raufgeh).

Vom Farrenpoint aus gehts über die schon bekannte Strecke über Mitterberg – ganz nette Aussicht – zur Schubräualm. Ab hier wirds eigentlich richtig interessant. Jetzt schlängelt sich der Weg noch recht gemütlich über die Almwiese zur Ramboltalm und von da an weiter rauf auf die Rampoltplatte. Hier bin ich schon ganz weg von den viel frequentierten Wegen, es kann durchaus sein das mir mal ne Stunde lang niemand begegnet. Besonders schön führt der Weg vom diesem Gipfel über einen schmalen Bergrücken bis an den Hang der Hochsalwand. Hier wirds schon ein bisschen steiler und manchmal muss ich auch die Hände zur Hilfe nehmen. Nach kurzer Zeit stehe ich neben dem Kreuz und genieß den Rundumblick.

Aber lange halte ich mich nicht auf, sondern mache mich gleich an den Abstieg. Sehr angenehm führt der Weg in einem kleinen Tal über die Reindlalm und weiter zurück Richtung Ausgangspunkt. Das letzte Stück führt wieder auf dem breiten Weg zum Parkplatz.

Mäßig interessant war der Weg zwischen Jenbachtal und Schubräualm, von da an sehr schön über Rampoltplatte und Hochsalwand bis zur Ritzaualm. Von da an wars wieder … naja, ganz nett ;-)


Kampenwand

1. August 2009

Laut Wetterbericht ist dieses Wochenende Samstag der Tag der Wahl. Diesmal habe ich mich für die Kampenwand bei Aschau im Chiemgau entschieden. Wegen dem schönen Wetter (und noch aus dem ein oder andren weiteren Grund) bin ich erst Nachmittags losgefahren und selbst da waren noch viele andere unterwegs.

Also los gehts um kurz nach drei mit dem Rad. Zur Abwechslung mal nicht am Inn lang, sondern erstmal nach Routenplaner an der Straße entlang. Aber nach nicht allzulanger Zeit finde ich aber auch hier einen Radweg, der mich über Frasdorf nach Aschau bringt. Insgesamt eigentlich eine ganz schöne Strecke, allerdings etwas mühsam. Als ich nach einer guten Stunde in Aschau-Kohlstett ankomme weiß ich auch wieso, da hab ich nämlich schon die ersten Höhenmeter gemacht. Den Parkplatz finde ich auch auf anhieb und schon kanns richtig losgehen :-)

Von Kohlstett zum ersten Checkpunt (Maisalm) ist der Weg ganz nett. Von hier aus gehts nochmal weiter auf dem breiten Waldweg, bis dann nach einer dreiviertel Stunde der Weg in einen schmalen Pfad übergeht. Von hier aus wirds schon ziemlich schön, allerdings auch richtig anstrengend. Ein gutes Stück weg gehts durch einen kleinen Wasserlauf. Nach einer weiteren halben Stunde lichtet sich der Wald und es geht nur noch mäßig bergauf. Ab hier wird die Aussicht immer besser. Vor mir kann ich schon den Gipfel der Kampenwand mit dem großen Kreuz sehen, links von mir taucht langsam der Simsee in der Ferne und recht nah der Chiemsee auf. Ein kleines Stück weiter kommt die Steinlingalm ins Sichtfeld … sehr malerisch das ganze ^^

An der Steinlingalm bin ich nach ungefähr eineinhalb Stunden. Und wie ich da so an der Hütte stehe und den richtigen Weg nach ganz oben … hehe … suche ruft mich jemand. Da treffe ich doch tatsächlich an einem Samstag nachmittag meine Kollegin Martina auf einem Berg der ungefähr 30 km von Rosenheim weg ist auf einer Fortbildung o_O. Naja … so kanns gehen ;-)

Weiter gehts, ab hier wird der Weg bis zu den Felsen richtig steil und anstrengend, dafür ist die Sicht großartig und es mach super viel Spass. Noch besser wirds als ich zu den Felsen komme … schöne Kraxelein bis ich dann tatsächlich an dem riesen Kreuz stehe. Leider ist es trotz der Sonne ein wenig diesig, sodass ich nicht so wirklich weit sehen kann … aber das ist nur ein kleiner Dämpfer. Nach einer kleinen Pause gehts auch schon wieder zurück. Dabei hab ich mich erstmal etwas verlaufen, ich bin zu früh von den Felsen runter an den Hang und da gings dann nicht weiter. Die Strecke war auch etwas schwieriger aber trozdem kein größeres Problem, hat mich ungefähr ne viertel Stunde gekostet, aber noch ne Menge Spass gebracht :-D .

Sonst ist der Rückweg ohne weitere Zwischenfälle abgelaufen. Vom Parkplatz aus hab ich dann noch konsequenter den Bodensee-Kaisersee-Radweg und schließlich doch den Inndammradweg genutzt und bin ganz ohne Straße ausgekommen. Das ganze hat ungefähr 6 Stunden gedauert. In der Form auf jeden Fall wieder eine Tour zum merken.


Samerberg die zweite

19. Juli 2009

Heute bin ich mit ein paar Kollegen von der Arbeit mit dem Rad auf dem Samerberg gewesen. Die Tour hat Jürgen ausgesucht, ich muss auch zugeben, dass ich nicht mehr besonders viel von der Strecke weiß … ich weiß nur noch das wir irgendwann auf der Dandlbergalm waren und vor tollem Panorama ne kleine Pause gemacht haben. Ausserdem gabs ein paar richtig nette Abfahrenten die zum Teil technisch nicht so einfach waren, aber es sind alle heil unten angekommen :-)

Auf jeden Fall haat mir die Tour von den Radtouren hier bis jetzt am besten gefallen … aber allein glaube ich bin ich doch lieber zu Fuss unterwegs ;-)


Heuberg inklusive Wasserwand

12. Juli 2009

Mehr oder minder kurzentschlossen war heute nachmittag Heuberg angesagt :-)

Nach der üblichen Prozedur (mit dem Rad zum Inndamm und von da aus zum Startparkplatz der Tour) wage ich mich heute ein Stück weiter den Berg rauf mit dem Rad. Zuerst eher unfreiwillig – die rausgesuchte Route hat schon  zwei richtig steile Passagen – entschließe ich mich noch ein wenig weiter zu fahren. Vielleicht bis zu den Daffneralmen? Nachdem aber der erste Gang äußerst ungewöhnlich stark gefordert wird muss ich doch tatsächlich absteigen und den Rest schieben … kann ich mich nicht drann erinnern wann das dass letzte mal der Fall war ;-) . Aber das ist nicht wirklich weit, nach 20 Minuten vom beschriebenen Parkplatz bin ich bei den Daffneralmen und stelle mein Rad ab. Als kleines Fazit der Bergradtour: Wenn mans in möglichst kleinen Gängen angeht ist es zwar ordentlich anstrengend, aber gar nicht mal so übel ^^.

Hier auf jeden Fall beginnt der zweite Teil, ein ebenfalls recht kurzer aber dafür heftiger Anstieg zum Heuberggipfel. Ein wenig schwierig, weil es noch sehr matschig ist, dafür aber mit schöner Aussicht und – wie gesagt – eher kurz :-) . Vom Gipfel aus hat man einen wirklich grandiosen Ausblick. Aber das beste kommt noch. Neben dem Heubergipfel gibt es noch die Wasserwand … eine leichte Kletterpartie, die etwa 30 Meter über dem Heuberggipfel endet. Von hier ist die Aussicht sogar noch besser – aber da lasse ich die Bilder sprechen :-D

Alles in allem eine eher kurze aber sehr lohnende Tour!


Grad noch Mitterberg und fast Farrenpoint

5. Juli 2009

Am frühen vormittag geht mit dem Zug nach Brannenburg, das sind 10 Minuten vom Bahnhof Rosenheim. Mit dabei ist ausser mir noch meine Mitbewohnerin Nadine. Vom Wetter her sieht es richtig gut aus, strahlender Sonnenschein, ein paar Schönwetterwolken und es schein heiß zu werden heute. Nach kurzer Orientierung am Bahnhof gehts auf in Richtung Ausgangsparkplatz (der diesmal auch ungefähr in der Entfernung war wie ich dachte ;-) ) Unterwegs sehen wir schon größere Mengen Radfahrer und Wanderer, die es alle bei dem Wetter am Sonntag nach draußen getrieben hat. Auf dem Weg zum Parkplatz kommen wir durch ein paar Vororte von Brannenburg, wo viel tolle Häuser (auf jeden Fall von außen) und schöne große Gärten sind … da würd ich mich auch überreden lassen zu wohnen ;-) .

Bis zur Schubräualm geht es fast immer durch den Wald, mit sehr abwechslungsreichen Wegen, zum Teil wurzeldurchwucherte, recht steile Pfade, dann wieder sanft ansteigend (tatsächlich sanft ^^) am Bergbach entlang, manchmal einfach so durch den Wald oder über irgendwelche Kuhweiden … langweilig wars nie :-)

Nach der besagten Alm war der “Zwischengipfel” Mitterberg auch schon fast erreicht (bis hierher warens knapp zweieinhalb stunden). Hier kommen wir das zweite mal auf einene einspurigen Pfad der uns zum Gipfelkreuz führt und – laut Beschreibung – auch auf der anderen Seite wieder zurück auf den breiten Weg zum Farrenpoint. Glücklich über die Aussicht und das erste große Highlight des Tages ist eigentlich eine mittlere Pause geplant, um besagte Aussicht zu genießen und Proviant zu verzehren, allerdings bietet sich uns ein anderes Schauspiel: Zuerst wird der Wind plötzlich stärker, dann werden Wolken ziemlich zügig (eher richtig rasch) aus einer düsteren Ecke der Landschaft zu uns geweht – eine knapp über den Gipfel des Farrenpoint direkt vor uns, durch das kleine Tal und schließlich stehen wir mitten drinnen. Die Pause ist erstmal abgesagt, nach der beeindruckenden Darbietung (die auch nur wenige Minuten gedauert hat) haben wirs dann recht eilig weiter zu kommen. Runter vom Mitterberg – wir müssen mehr oder weniger über ein paar Kühe steigen – gehts dann auch los mit dem Regen. Zuerst stellen wir uns unter einem breiten Baum unter. Natürlich haben wir weder Regensachen noch lange Klamotten dabei und so wirds doch recht kalt … Aber wir haben Glück und treffen auf Hans und seine Frau die uns in der Hinsicht aushelfen können. Mit den beiden Zusammen machen wir uns an den Abstieg (der im übrigen eine sehr abenteuerliche Angelegenheit wird). Schon nach wenigen Minuten laufen wir durch kleinere Gebirgsbäche – die sich inzwischen auf dem Weg gebildet haben. In dem schmalen Tal durch das wir wieder vom Berg kommen stehe ich zum Teil ein gutes Stück über den Knöchel im Wasser, wenn ich einen Schritt neben den Weg mache sogar bis fast zum Knie! Wir sind allerdings auch viel schneller unten als oben, wir haben nämlich ein Stück abgekürzt und sind nach einer guten halben Stunde (der Regen hat inzwischen schon fast wieder aufgehört)  am Parkplatz wo die beiden geparkt haben. Und da Sie zufällig auch aus Rosenheim kommen nehmen uns die beiden mit :-) In der Hinsicht haben wir tatsächlich ein gutes Stück Glück gehabt ;-)

Eines der ersten Dinge die ich nach der Tour erledigt habe ist das Anschaffen einer Regenjacke! jetzt kanns von mir aus nochmal so runtermachen, ansonsten wars nämlich eigentlich ganz lustig =). Nadine hat sich auf jeden Fall für ihre erste Bergtour super geschlagen und auch ne ganze Menge erlebt. Und den Farrenpoint gilt es dann irgendwann nochmal zu besteigen, es führen ja bekanntlich viele Wege nach oben …  oder so ;-)

In diesem Sinne, ich freu mich auf die nächste Tour (mal sehen wen ich noch so mitnehmen kann :-D )


Brünnstein

21. Juni 2009

Nachdem es in den letzten Wochen etwas ruhiger hier geworden ist, wird es Zeit die letzte Tour nachzutragen:

Geplant ist eine Tour zum Gipfel des Brünnstein. Das ist laut Höhenrausch eine mittelschwere Bergwanderung und diesmal habe ich mir Verstärkung mitgenommen, meine Cousine Susanne ist Sonntag morgen aus München dazugekommen. Von Rosenheim aus geht es erstmal mit dem Zug nach Oberaudorf. Die Tourbeschreibung startet in Mühlau, und laut googlemaps ist Mühlbach nur etwa 1,5km von Oberaudorf entfernt. Dem ein oder anderen fällt vieleicht schon auf wofür wir noch etwas mehr als eine Viertel Stunde (für die 1,5km) gebraucht haben. Am Ortseingang von Mühlbach liegt auf jeden Fall noch ein kleiner See, der Luegsteinsee. Der See wäre sicher auch ein schönes Ziel für einen Ausflug, recht ruhig gelegen, und es gibt einige Sportanlagen, so etwa ein Platz zum kicken, ein großes Trampolin und eine Skischanze. Letztere ist auch im Sommer befahrbar und endet im See. Während wir am See vorbeigehen, springen auch gerade zwei Unerschrockene mit dem Versuch akrobatischer Einlagen in den See – sieht witzig aus :-) . Weiter gibt es eine Rutsche in den See, eine Art Babybecken, einen Nichtschwimmerbereich und ein paar Plattformen im See. Wir sind aber gerade erst am Anfang und auch das Wetter mach ein Bad nicht unbedingt nötig ;-) . Nach dem See kommt die erste Steigung, mit 16% geht die Straße am Rand von Mühlbach vorbei  und so lassen wir die ersten Meter unter uns. Am Ende dieser ersten Steigung angekommen (in ständiger Erwartung des beschriebenen Wanderparkplatztes) überkommt uns der erste leichte Schauer und die Erkenntnis, dass Mühlau und Mühlbach nicht das gleiche sind. Mühlau ist aber glücklicherweise ausgeschildert und nach einer Stunde kommen wir dann auch dort an. Ohne Probleme finden wir den Wanderparklplatz und die eigentliche Tour geht los.

Nach dem Parklplatz geht es von der Straße runter auf einen Waldweg, mit “mäßiger Steigung” … aber inzwischen weiß ich ja was das bedeutet! Das erste Stück ist recht ereignislos und nach einer halben Stunde kommen wir druch Rechenau – eine Ansammlung von drei bis vier Häusern – und sehen das erste mal einen kleinen Ausschnitt vom Tal. Unterwegs stehen immer wieder Schilder, die auf die Funktion des Weges also Naturrodelbahn hinweisen. Das funktioniert aber wohl eher im Winter ;-) . Nach Rechenau wird es dann richtig steil, da gibts dann nur eins – einen kleinen Gang einlegen und das Wadentraining genießen :-D

Während wir also Meter um Meter nach oben zurücklegen fährt an uns ein Auto vorbei, was ich schon recht beeindruckend finde … aber auch das Brünnsteinhaus muss ja irgendwie versorgt werden ;-) Auf dem weiteren Weg dahin gibt es eigentlich wenig zu bericht, mal abgesehen von der Sache mit den Kühen ^^. Die laufen da nämlich sehr frei durch die Gegend, stehen mitten auf dem Weg oder betrachten den gemeinen Wanderer gemütlich auf einem Hügel liegend. Schaut schon recht lustig aus ;-)

Bis zum Brünnsteinhaus geht ein breiter Waldweg von da an wirds interessanter.  Auf der einen Seite gäbe es hier einen Klettersteig (den wir aber nach der Erfahrung der letzten Tour nicht genommen haben), es führt aber auch noch ein Weg hinten rum zum Gipfel, der am Anfang einspurig ist und auf den letzten zweihundert Metern zu einer interessanten Kletterpartie wird. Das letzte Stück ist am Felsen und mit einem Drahtseil gesichert. Das war dann aber auch schon der Aufstieg, wir sind jetzt oben angekommen. Hier steht eine kleine Hütte, das Kreuz und man hat einen guten Blick auf das letzte Stück vom Kletterseteig, der eigentlich gar nicht soooo schwer aussieht … das wär dann vieleicht doch was füs nächste Mal ^^. Hier oben schafft das Wetter eine ganz andere Stimmung als die letzten Male. Zum eigentlichen gehen zwar nicht so schön, aber auch das regnerische, wolkenverhangene hat seinen Reiz. Weil es aber nicht so wirklich gemütlich ist, machen wir uns schon bald wieder an den Abstieg, der wegen der starken Steigung aber an der heutigen Tour die größte Herausforderung wird. Am Ende sind wir froh das wir wieder in Oberaudorf angekommen sind, zumal die ganze Tour durch die Verwechslung von Mühlau und Mühldorf ungefähr zwei Stunden länger geworden ist.

Insgesamt wars aber auch wieder eine schöne Tour =)

ps: am 15.08 gibt es einen Lauf zum Brünnsteinhaus rauf … da brauch ich wohl nix mehr zu zu sagen o_O


Kranzhorn

24. Mai 2009

Nachdem ich gestern die sehr hilfreiche Seite Höhenrausch gefunden hatte, hab ich heute gleich mal eine von den Touren ausprobiert.  Erstmal eine einfache, obwohl mich eine von den längeren auch gereizt hätte. Das ist dann das nächste große Ziel :-D

Also gings heute von dem winzigen Ort Windshausen auf das Kranzhorn. Windshausen liegt an der deutsch-österreichischen Grenze etwa 25km von Rosenheim aus. Eigentlich wollte meine Mitbewohnerin Nadine noch mit, hatte das aber irgendwie verpennt und ist nicht rechtzeitig aus München zurückgekommen … naja, so hab ich ein bisschen sportliche Ambitionen an den Tag gelegt ;-)

Auf dem Rad bin ich mit Gegenwind ungefähr ne Stunde nach Windshausen gefahren. Das war nicht so besonders spannend, weil der Radweg halt recht grade am Inn langgeht. Außerdem bin ich da schon ein paar mal gefahren. Den Parkplatz, von dem aus ich die Wegbeschreibung hatte, hab ich auch ohne Probleme gefunden – Windshausen hat nur zwei Straßen.

Jetzt gings los, für die Strecke war eine Gehzeit von vier Stunden angeben – zweieinviertel für den Aufstieg, eindreiviertel für den Abstieg. Mein Ziel war natürlich das zu unterbieten ;-) Da ich allerdings nicht wusste was mich erwartet war ich gespannt wie das wird. Die erste viertelstunde gings schon mal recht steil auf einem geschotterten breiten Weg bergaufwärts, links und rechts war wald und mal ein kleiner Wasserlauf – nicht so besonders spannend. Kurz bevor die erste interessante Stelle kam, hab ich auch die ersten anderen Wanderer getroffen, die mit einem freundlichen “servus” gegrüßt haben. Eigentlich wirkten alle Leute die ich auf dem Berg getroffen hab herzlich und mit manchen hab ich mich auch ein bisschen unterhalten – bei uns im Wald wär mir das so nicht passiert, aber eine nette Sache :-) Zurück zu der Abzweigung: der Weg auf dem ich gekommen bin geht weiter bergauf, aber die Beschilderung sieht einen schmalen felsigen Pfad vor, der noch steiler den Berg hoch führt. Nicht so steil wie ich es noch nie gesehen habe, aber schon so, dass ich mich gefragt habe wie eine schwere Route aussieht, wenn das hier einfach ist ^^ Ein paar Minuten später wird der Pfad wieder etwas breiter und weniger steil, aber auf dem ganzen Weg will ich eigentlich nicht mit dem Rad fahren müssen ;-) Kurz drauf hab ich eine kleine Familie getroffen, wo der Vater den Sohn auf dem Rücken getragen hat – eher was für Fortgeschrittene. Dafür war ich allerdings auch ein gutes Stück schneller :-P Weiter ging es – schön ,aber nicht überwältigend – bis ich zum ersten mal durch den Wald auch gesehen hab, dass ich inzwischen schon ein paar Höhenmeter unter mir gelassen hab. Auch hier halte ich mich nicht lange auf (nur kurz für zwei oder drei Bilder) und weiter gehts. Irgendwie erinnert mich der nächste Abschnitt an den Pfälzer Wald, vielleicht ein bisschen steiler, aber der Wald und das Drumherum erinnern mich an das was ich zweieinhalb Jahre zuhause genannt habe :-) Und dann stand ich vor einer schwierigen Entscheidung … auch hierzu gibt es ein Bild und ich glaub da brauch ich weiter nicht viel zu zu sagen ;-) Es kam auf jeden Fall wieder ein forderndes Stück schmaler steiler Trampelpfad mit ein paar Tritthilfen. Ganz nach meinem Geschmack :-D Danach waren es nur noch ein paar Minuten auf einem breiten Weg in einem langezogene S bis zur Kranzhornalm wo auch die Schutzhütte steht. Hier saßen auch schon einige Wanderer und Mountainbiker und spiesen.

Mein Ziel lag aber noch ein Stück weiter (und höher). Es folgt nämlich der Weg  zum Gipfel. Auf einem Wegweiser steht als Zeitangabe 20 Minuten … bisher lag ich mit der Zeit von 1:02h sehr gut :-D Der Aufstieg hat es aber noch mal in sich, viele viele Stufen. Und auch wieder mehrere Gruppen Wanderer die auf dem Weg zum oder vom Gipfel ordentlich aufgereit den schmalen Pfad liefen. Nach einer knappen viertel Stunde bin ich auch oben angekommen – völlig verschwitzt, aber wen würde das überraschen ^^  Hier oben stehen übrigens zwei Kreuze. Die Grenze verläuft direkt über den Gipfel, also steht ein deutsches und ein östereichisches Kreuz da. Jetzt ist erst mal Zeit für Mittagspause :-) Ein Einheimischer (Ureinwohner ^^) benennt mir die umliegenden Berge – der Spitzstein und zahmer und wilder Kaiser. Grade die letzte beiden haben es mir angetan, da liegt noch Schnee :-D Da werde ich aber etwas mehr Zeit für die Begehung einplanen müssen. Höhenrausch veranschlagt für einen Aufstieg zum wilden Kaiser sechs und für den Abstieg nochmal fünf Stunden, dazu noch abschnittsweise ein höherer Schwierigkeitsgrad. Vielleicht wird das ja was nächstes Wochenenede … Nach ner halben Stunde Pause etwa gehts wieder mit ner hammer Aussicht (hier hats nämlich kaum noch Bäume) zurück zur Hütte. Da hab ich noch ne Kleinigkeit für die wirtschaftlichkeit der Wirtschaft getan (die Preise find ich angemessen) und ein weiteres halbes Stündchen an einem Teich mit vielen (wirklich vielen) Molchen und sonstigem Getier drinnen gesessen.

Auf dem Rückweg war ich dann froh als ich unten war, der Weg war wie gesagt nicht übermäßig spannend und das ständige Bergablaufen ist ganz schön anstrengend. Die letzte viertel Stunde gings dann im lockeren Trab zum Parklplatz zurück und von da aus mit Rückenwind ^^ am Inn wieder nach Rosenheim.

Zusammenfassend kann man sagen 50 (Rad)Kilometer, 830 Höhenmeter, 5 Stunden (1h Pause) und die ersten beiden Gipfelkreuze auf 1365m. Es hat sich gelohnt! und vielleicht kann ich bei der nächsten Tour noch ein paar Kollegen dazu bewegen mitzukommen :-)


Steinkirchen auf dem Samerberg

16. Mai 2009

Das war mein erster Kontakt mit einem richtigen Berg, auch wenns nur ein kleiner war ;-)

Ich bin erst – wie bis jetzt immer – ein Stück am Inn langgefahren. Diesmal aber schon nach kurzer Zeit nach Rohrdorf vom Fluss weg mit Kurs auf den nahsten Berg den ich vorher ausgemacht hatte. Die Gesamtstrecke waren laut googlemaps etwa 16km, nach rund 12km und einer halben Stunde war ich am Fuss des immensen (gut 800m) hohen Berges angekommen. Jetzt musste ich nur noch die 300hm überwinden. Da die aber auf 3km verteilt sind, ergeben sich durchschnittlich 10% Steigung, laut der Beschilderung sind es aber streckenweise bis zu 18%! Und für mich war das schon grenzwertig, vorallem wo ich – Oli weiß das – nicht langsam fahren kann … Es hat schon Spass gemacht die schmale, kurvige Straße durch die kleinen Ortschaften Samerberg und schließlich Steinkirchen mit ein paar anderen Radlfahrern raufzuklettern, aber für die nächsten Bergtouren hab ich mich für meine Füße entschieden ^^ außerdem hats fast so lange gedauert wie die ersten 12km o_O

Aber es hat sich auf jeden Fall gelohnt, das Wetter war schön und die Aussicht super! Oben angekommen bin ich noch ein kleines Stück nach Obereck weitergefahren, dort gibt es eine kleine Kapelle, von wo aus man einen tollen Blick über die Ebene hat. Ich kann die Bilder nur empfehlen ;-)

Der Rückweg war erstmal für die Hände anstrengend (schon ärgerlich wenn man dann bergab noch soviel bremsen muss …) aber dann recht gemütlich. Nur den Weg vom Inn zu meiner Wohnung muss ich noch optimieren :-) Mit einer Gesamtzeit von 1:45h war das auf jeden Fall eine nette Samstagnachmittagtour … für nächstes Wochenende muss ich mir noch was überlegen :-D


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