Hochsalwand

8. August 2009

Vier Kreuze stehen heut auf dem Programm.

Das erste Ziel ist Bad Feilnbach. Bis dahin gehts an der Straße entlang, nicht besonders schön, aber gedauert hats auch nicht lang. Nach dem Ort kommen noch ein paar Kilometer ins Jenbachtal, wo ich meine Bergradfahrambitionen ausleben kann. In meinem Fall sind diese Recht schnell erschöpft und ich bin froh, als ich nach einer halben Stunde etwa bei dem beschriebenen Parkplatz ankomme. Nach kurzer Parkplatzsuche (ist manchmal gar nicht so einfach was sinnvolles zu finden) nehm ich das neue alte Ziel Farrenoint in Angriff. Gar kein schwerer Berg, aber das letzte mal – der ein oder andre aufmerksame Leser erinnert sich vielleicht ;-) – hats das Wetter nicht möglich gemacht. Am Anfang sind noch viele andre Wanderer unterwegs, aber sobald ich den breiten Weg verlasse, wirds weniger. Von diesem schmalen Pfad in Richtung erster Gipfel hab ich schon schöne Aussichten in Richtung Wendelstein und der benachbarten Hügel. Gerade mit dem Licht … eine feine Sache :-) .

Ohne größere Bemerkenswertigkeiten komme ich auf den Gipfel. Direkt hinter der Huberalm steht das Kreuz und als ich da ankomme ist grade ein Gleitschirm samt – Gleiter? – am starten. Das wäre schön … auf den Berg rauflaufen und einfach wieder runterspringen ^^.  Von hier aus kann ich auf jeden Fall schön die heutige Route sehen … zuerst der Mitterberg, dann die Rampoltplatte, dahinter die Hochsalwand und ganz im Hintergrund der Wendelstein (auf den ich heute nicht raufgeh).

Vom Farrenpoint aus gehts über die schon bekannte Strecke über Mitterberg – ganz nette Aussicht – zur Schubräualm. Ab hier wirds eigentlich richtig interessant. Jetzt schlängelt sich der Weg noch recht gemütlich über die Almwiese zur Ramboltalm und von da an weiter rauf auf die Rampoltplatte. Hier bin ich schon ganz weg von den viel frequentierten Wegen, es kann durchaus sein das mir mal ne Stunde lang niemand begegnet. Besonders schön führt der Weg vom diesem Gipfel über einen schmalen Bergrücken bis an den Hang der Hochsalwand. Hier wirds schon ein bisschen steiler und manchmal muss ich auch die Hände zur Hilfe nehmen. Nach kurzer Zeit stehe ich neben dem Kreuz und genieß den Rundumblick.

Aber lange halte ich mich nicht auf, sondern mache mich gleich an den Abstieg. Sehr angenehm führt der Weg in einem kleinen Tal über die Reindlalm und weiter zurück Richtung Ausgangspunkt. Das letzte Stück führt wieder auf dem breiten Weg zum Parkplatz.

Mäßig interessant war der Weg zwischen Jenbachtal und Schubräualm, von da an sehr schön über Rampoltplatte und Hochsalwand bis zur Ritzaualm. Von da an wars wieder … naja, ganz nett ;-)


Grad noch Mitterberg und fast Farrenpoint

5. Juli 2009

Am frühen vormittag geht mit dem Zug nach Brannenburg, das sind 10 Minuten vom Bahnhof Rosenheim. Mit dabei ist ausser mir noch meine Mitbewohnerin Nadine. Vom Wetter her sieht es richtig gut aus, strahlender Sonnenschein, ein paar Schönwetterwolken und es schein heiß zu werden heute. Nach kurzer Orientierung am Bahnhof gehts auf in Richtung Ausgangsparkplatz (der diesmal auch ungefähr in der Entfernung war wie ich dachte ;-) ) Unterwegs sehen wir schon größere Mengen Radfahrer und Wanderer, die es alle bei dem Wetter am Sonntag nach draußen getrieben hat. Auf dem Weg zum Parkplatz kommen wir durch ein paar Vororte von Brannenburg, wo viel tolle Häuser (auf jeden Fall von außen) und schöne große Gärten sind … da würd ich mich auch überreden lassen zu wohnen ;-) .

Bis zur Schubräualm geht es fast immer durch den Wald, mit sehr abwechslungsreichen Wegen, zum Teil wurzeldurchwucherte, recht steile Pfade, dann wieder sanft ansteigend (tatsächlich sanft ^^) am Bergbach entlang, manchmal einfach so durch den Wald oder über irgendwelche Kuhweiden … langweilig wars nie :-)

Nach der besagten Alm war der “Zwischengipfel” Mitterberg auch schon fast erreicht (bis hierher warens knapp zweieinhalb stunden). Hier kommen wir das zweite mal auf einene einspurigen Pfad der uns zum Gipfelkreuz führt und – laut Beschreibung – auch auf der anderen Seite wieder zurück auf den breiten Weg zum Farrenpoint. Glücklich über die Aussicht und das erste große Highlight des Tages ist eigentlich eine mittlere Pause geplant, um besagte Aussicht zu genießen und Proviant zu verzehren, allerdings bietet sich uns ein anderes Schauspiel: Zuerst wird der Wind plötzlich stärker, dann werden Wolken ziemlich zügig (eher richtig rasch) aus einer düsteren Ecke der Landschaft zu uns geweht – eine knapp über den Gipfel des Farrenpoint direkt vor uns, durch das kleine Tal und schließlich stehen wir mitten drinnen. Die Pause ist erstmal abgesagt, nach der beeindruckenden Darbietung (die auch nur wenige Minuten gedauert hat) haben wirs dann recht eilig weiter zu kommen. Runter vom Mitterberg – wir müssen mehr oder weniger über ein paar Kühe steigen – gehts dann auch los mit dem Regen. Zuerst stellen wir uns unter einem breiten Baum unter. Natürlich haben wir weder Regensachen noch lange Klamotten dabei und so wirds doch recht kalt … Aber wir haben Glück und treffen auf Hans und seine Frau die uns in der Hinsicht aushelfen können. Mit den beiden Zusammen machen wir uns an den Abstieg (der im übrigen eine sehr abenteuerliche Angelegenheit wird). Schon nach wenigen Minuten laufen wir durch kleinere Gebirgsbäche – die sich inzwischen auf dem Weg gebildet haben. In dem schmalen Tal durch das wir wieder vom Berg kommen stehe ich zum Teil ein gutes Stück über den Knöchel im Wasser, wenn ich einen Schritt neben den Weg mache sogar bis fast zum Knie! Wir sind allerdings auch viel schneller unten als oben, wir haben nämlich ein Stück abgekürzt und sind nach einer guten halben Stunde (der Regen hat inzwischen schon fast wieder aufgehört)  am Parkplatz wo die beiden geparkt haben. Und da Sie zufällig auch aus Rosenheim kommen nehmen uns die beiden mit :-) In der Hinsicht haben wir tatsächlich ein gutes Stück Glück gehabt ;-)

Eines der ersten Dinge die ich nach der Tour erledigt habe ist das Anschaffen einer Regenjacke! jetzt kanns von mir aus nochmal so runtermachen, ansonsten wars nämlich eigentlich ganz lustig =). Nadine hat sich auf jeden Fall für ihre erste Bergtour super geschlagen und auch ne ganze Menge erlebt. Und den Farrenpoint gilt es dann irgendwann nochmal zu besteigen, es führen ja bekanntlich viele Wege nach oben …  oder so ;-)

In diesem Sinne, ich freu mich auf die nächste Tour (mal sehen wen ich noch so mitnehmen kann :-D )


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