Hochries

19. September 2009

Mal wieder eine Nachmittagstour. Heute ist das Ziel der Rosenheimer Hausberg, die Hochries. Die Strecke kenne ich zwar nicht, aber wie sich die Beschreibung liest ist der Weg technisch wohl nicht besonders anspruchsvoll, daher will ich versuchen möglichst weit mit dem Rad zu kommen, und wenns nicht mehr weitergeht den Rest zu Fuß zu bewältigen.

Auf dem Hinweg versuche ich möglichst den Radweg wiederzufinden, wie ich von der Kampenwand zurückgekommen bin, ein großer Teil der Strecke ist nämlich identisch. Bis Rohrdorf klappts auch noch ohne Probleme, aber da verpass ich den Einstieg in den Bodensee-Königssee-Radweg und fahr dann doch wieder Straße … aber egal, fürs nächste mal weiß ich jetzt bescheid :-D . Ein bisschen an die Moldau erinnert mich in Rohrdorf eine Stelle wo ich so im vorbeifahren kurz Livemusik höhre … Wenig später erreiche ich dann die Achenmühle und von hier aus gehts schon die ersten spürbaren Höhenmeter Richtung Parkplatz Spatenau. Zwischendrinnen muss ich zwar immer mal wieder auf die Karte schauen, aber ansich verläuft die Fahrt ohne weiter Vorkomnisse.

Schließlich komme ich auch an dem Parkplatz an, wegen den kleinen Navigationspausen stehen inzwischen 1:15 auf der Uhr. Ab hier gehts richtig bergauf und ich schaffe es tatsächlich langsam zu fahren! Das ist was ganz neues, aber es funktioniert. Die Steigung an sich macht mir wenig aus – gut sie ist auch nicht extrem – aber schon nicht zu verachten und ich bin schneller als zu Fuß … was will ich also mehr. Das geht noch ein gutes Stück weiter, bis ich an der Doagl-Alm vorbeifahre. Jetzt wird der Weg schon sehr schwierig für mich mit dem Rad und nach einem kurzen weiteren Stück muss ich das Rad stehen lassen. Langsam komme ich auch immer weiter in die tiefhängenden Wolken, Aussicht gibt es heute nicht wirklich, aber das macht nix, ist auch so schön. Ansich ist der Weg erstmal nicht besonders spektakulär oder schwierig, aber langweilig auch nicht. Meter um Meter gehts weiter nach oben, vorbei an der Seitenalm und dann auf den letzten Abschnitt zur Hochrieshütte. Kurz nach der Seitenalm führt der Weg auf einen steinigen Pfad. Der macht zwar keinen wirklich natürlichen Eindruck, aber passt trotzdem gut dahin. Langsam führt der Weg nach oben und aus den Wolken. Das ist schon eine tolle Stimmung aus dem Grau ins warme Sonnenlicht und zum blauen Himmel … Weit ists jetzt nicht mehr und auf dem Bergrücken gehe ich die letzten zehn Minuten bis zur Hochrieshütte. Den angeblich so großartigen Ausblick kann ich zwar nicht genießen, aber schön ist es allemal hier oben (wie man auch auf den Bildern erkennen kann ;-) ). Würde man das wollen könnte man natürlich auch mit der Bahn wieder runterfahren, aber das kommt natürlich gar nicht in Frage ^^.

Der Abstieg geht zügig und mit dem Rad noch viel schneller. Der Heimweg vom Parkplatz aus macht auch sehr viel Spass – wie ich auch letztes mal schon festgestellt hab geht es auf dem ganzen Rückweg auf der Strecke immer leicht bergab … das macht die ganze Sache sehr schnell :-D

Insgesamt ne schöne Nachmittagstour, ich war alles in allem knapp vier Stunden unterwegs.


Badriathlon

13. September 2009

Am Wochenende war eine 24h-Triathlonveranstaltung (www.badriathlon.de). Das tolle an der Sache war, dass man sich die Disziplinen so einteilen konnte wie man wollte. Also immer zwischen schwimmen, radfahren und laufen wechseln,  oder auch Teile davon ganz weglassen. Ich hab mich (überraschenderweise ;-) ) für laufen und radfahren entschieden. Mein Ziel war – worauf auch schon der letzte Artikel hingedeutet hat :-P – 80% der verfügbaren 24h aktiv zu sein. Den Ablaufplan hatte ich so aufgestellt dass 20h möglich waren, es standen also ganze 48 Minuten für zeitkritische Wechsel und zusätzliche Pausen zur Verfügung. Das ganze war in vier Blöcke wie folgt aufgeteilt: 2h Spinning, 1h Laufen, 2h Spinning, 1h Pause. Soweit also die Theorie …

In der Praxis sah’s dann doch etwas anders aus ;-) . Die ersten 12h sind super gelaufen, ich hab den Plan sogar etwas übertroffen, weil ich die Wechsel von der Pause abgezogen hab. Der Zwischenstand zur Halbzeit war: (handgestoppte) 8h Spinning und 2h Laufen (21,2 km)! Der Wiedereinstieg war schon ein bisschen schwer, aber die erste Stunde ging eigentlich noch halbwegs passabel, die zweite Stunde hab ich schon ganz ordentlich mit mir gerungen und schließlich noch eine dritte Stunde nach der Halbzeit auf dem Rad gesessen (Laufen hätt ich nemmer geschafft) aber dann gings nicht mehr weiter. Dann hab ich noch was gegessen und mich irgendwo ins Eck gelegt und die letzten Stunden dann noch zugeschaut. Ne Stunde wär sicher nochmal gegangen, aber da hatte ich dann auch keine Lust mehr ;-) . Also standen am Ende 11h Spinning und 21,2km auf der Urkunde. Für mich ein gutes Ergebnis.

Am Anfang wars mal was neues für mich zu sehen wie so ein Spinningkurs läuft, nach ein paar Stunden hatte man sich da aber prima eingefunden ;-) . Die erste Pause war schon echt gut, wie toll ein Teller Nudeln mit Hackfleischsoße schmecken kann! In dieser Dreiviertelstunde hab ich mich auch wieder recht gut erholt, und der zweite Block hat auch wieder super angefangen. Das Laufen ging auch gut, ich hatte sogar kurz das Ziel den Marathon noch vollzumachen (also in der zweiten Hälfte nochmal soviel wie bis jetzt zu laufen). Nach den nächsten zwei Stunden Spinning war ich aber echt froh wieder eine Pause machen zu können. Langsam gings auch auf den Zustand zu, den man draußen mit Tunnelblick bezeichnen würde :D . Das war aber auf dem Spinningrad nochmal etwas ganz andres. Zum Beginn der zweiten zwölf Stunden war alles was nicht mit auf dem Rad sitzen und immer weiterfahren zu tun hat ganz weit weg. In der Gruppe und ganz allein mit der Strecke, der Musik und sich selbst. Das ist schon ein sehr krasses Gefühl und ich glaub man kann sich das nur schwer vorstellen wenn man sowas nicht mal selbst erlebt hat. Wenn es dann wieder heißt „aufstehen!“ und man eigentlich schon gar kein Kraft mehr hat, aber immernoch die Energie in der Musik mit jedem Beat in die Pedale bringt …

Aber genug der Worte, wer mehr wissen will solls einfach mal selber machen :-P


Projekt 80+

6. September 2009

Wenn ich diesen lästigen Anflug von Erkältung so schnell wie möglich wieder loswerde steht nächstes Wochenende das bisher größte Projekt an. Ich bin gespannt!


Ellmauer Halt

30. August 2009

Nach großzügigen zwei Stunden Schlaf gehts heute auf die Ellmauer Halt :-D . Gestern war das Wetter so schlecht, dass uns keine andre Wahl blieb … also los ins Vergnügen ^^

Heute ist Michael mit von der Partie. Sieben Uhr ist Treffpunkt, und von da aus gehts auf direktem Weg nach Österreich. Südlich vom Wilden Kaiser liegt die Wochenbrunner Alm auf gut 1000m. Hier suchen wir einen Parkplatz und gehen bei strahlend schönem Wetter los. Schon hier unten bietet sich ein toller Ausblick. Zuerst führt der Weg durch den Wald und dann über freies Gelände zur Gruttenhütte. Bis hierher ist der Weg noch nicht so besonders anstrengend … eigentlich … abgesehen von dem sehr offensiven Tempo ^^. Nach 40 Minuten kommen wir also an dem ersten Zwischenziel an, und nachdem der Weg etwas flacher wird, verschwindet auch langsam mein Tunneblick wieder :-P . Während der ganzen Zeit bietet sich ein grandioser Blick auf große Teile des Wilden Kaisers und viele viele umliegende Berge. Unter anderem der Großvendiger – der im übrigen auch ein lohnendes Ziel wäre ;-) . Über größe Felsstücke führt uns der Weg schließlich zum Einstieg in den Gamsängersteig.

Um unteren Ende des Steigs überholen wir glücklicherweise die – schon zu dieser Stunde zahlreichen – anderen Bergwanderer und legen schnell weiter Höhenmeter zurück. Der Steig bietet viele schöne Stellen, aber nur kurz vor dem Gipfel eine etwas fordernde Stelle, im gesamten Verlauf aber – auch für mich mit wenig Klettersteigerfahrung – keine wirklich schwierigen Passagen. Nach insgesamt zwei (!) Stunden stehen wir oben neben dem Gipfelkreuz und genießen dem immernoch fantastischen Ausblick. Unten steigen langsam die ersten Wolken aus dem Tal auf, und in der Ferne schneebedeckte Berge und … schneefreie Berge :-P und noch ein paar andre Berge. Ein schöner Ort um Sonntag morgens um 10 zu sein :-D

Beim Abstieg lassen wir uns etwas mehr Zeit und trinken gemütlich auf der Gruttenhütte eine Russenmaß ^^

Die Tour kann ich auf jeden Fall irgendwann nochmal machen … auch wenn eher unter der Woche, da schon recht viel los war


Scheffauer

23. August 2009

Nichtsahnend und alles Vertrauen in Steffi legend (was die Tourenplanung betrifft) hab ich mich auf eine gemütlich Sonntagstour eingestellt – aber da sollte ich enttäuscht werden ;-)

Mit dabei sind heute Martina und … Steffi? :-P . Gegen 08:15 sammelt Martina mich in Rosenheim auf und nach einer dreiviertel Stunde haben wir auch Steffie abgeholt und sind wanderfertig  in Kufstein angekommen. Neben der Liftstation. Aber natürlich laufen wir daran vorbei und in einem recht gemütlichen Anstieg über die Duxeralmen kommen wir durch Nebel und Wolken zu einem ersten … lokalen Maximum ;-)

Von hier wäre es auch nicht mehr weit zur oberen Liftstation – an dieser Kreuzung wo wir gerade stehen war ich auch schon bei meiner ersten Kaisertour – wir wenden uns aber in die andre Richtung und gehen weiter zur Kaindlhütte. Nach insgesamt etwas mehr als zwei Stunden kommen wir bei der malerisch gelegenen Alm an. Ohne größeren Aufenthalt nähern wir uns aber zügig unserem nächsten Ziel – dem Wildauersteig. Und das ist der Punkt an dem ich wo ich nicht mit gerechnet hatte, so gemütlich wird nämlich gar nicht – im Gegenteil – heute mach ich meinen ersten offiziellen Klettersteig :-D . Insgesamt drei Stunden sind wir unterwegs als ich den Steig aus der Ferne das erste mal seh … und es sieht aus als würde es viel Spass machen =).

Insgesamt eine Stunde sind wir auf dem Klettersteig unterwegs und – es MACHT Spass, und zwar nicht zu wenig. Und auch die Progression der Schwierigkeit der Touren war bisher optimal gewählt … als kurzes allgemeines Zwischenfazit :-D . Auf dem Weg nach oben klart es auch auf und wir haben auf dem Scheffauer (zumindest kurzzeitig) eine tolle Aussicht. Von der Südseite her weht ein mittelkräftiger Wind den Berg rauf und schiebt immer wieder Wolken ins Kaisertal. Oben um das Kreuz sitzen viele andre Wanderer und auch wieder einige Bergdolen.

Nach einer Pause treten wir dann schließlich wieder den Abstieg an. Meine bisherigen Erfahrungen haben sich auch wieder bestätigt: Wenn man irgendwo raufkommt, kommt man auch mindestens so gut wieder runter. War bisher noch nie so dass ich gesagt hätte runter wars schwieriger als rauf. UND … der Abstieg ist immer länger als der Aufstieg. Auf dem Rückweg nehmen wir noch ein kleines Getränk in der Kaindlhütte zu uns und gehen anschließend den Rest wieder zurück nach Kufstein.

Nach 9 Stunden sind wir dann alle wieder recht müde zurück am Auto und machen uns auf die Heimfahrt. Ist mit dem Auto auch mal ganz angenehm ^^.

Aber war wieder eine super Tour, mit nem tollen – leichten – Klettersteig als Höhepunkt.


Sonneck

15. August 2009

Heute also ein „alter Bekannter“ ;-)

Diesmal habe ich aber nicht genau die gleiche Tour vor, erst ab dem Anton-Karg-Haus ist die Planung gleich mit der ersten Version. Auf der rechten Innseite fahr ich – mit zum Teil ungemütlichem Gegenwind – diesmal nur nach Oberndorf. Dank meiner Karte (ja … die Ausrüstung kommt so langsam zusammen ^^) finde ich auch nen recht optimalen Weg. Nach kurzem suchen finde ich den Parkplatz und auch einen solchen für mein Rad. Nach etwa 90 Minuten hab ich also den ersten Checkpunkt schon erreicht.

Weiter gehts zu Fuß vom Pointerhäusl über einen etwas anspruchsvollen Pfad auf die Ritzaualm. Der Weg ist im Wald und dadurch schattig, allerdings ist es auch in der Sonne noch nicht so heiß. Ein paar Gruppen sind außer mir noch unterwegs, das liegt sicherlich auch an dem Feiertag und dem wunderschön vorhergesagten Wetter.

Bei der Ritzaualm angekommen bietet sich mir das erste mal heute ein tolles Panorama, sehr malerisch Gelegen die Alm und ein kleines Kreuz, im Hintergrund der Blick nach Kufstein und viel … Alpen :-P .

Aber ich halte mich hier natürlich nicht weiter auf und gehe noch 200 Meter höher zur Vorderkaiserfeldnerhütte und dann runter durch die „Hölle“ ins Kaisertal. Das Ding heißt zwar so, aber war eigentlich recht nett ^^. Auf dem Weg zum Anton-Karg-Haus nehme ich den ersten Snack zu mir – natürlich im Gehen, kostet ja alles Zeit ;-) .

Von der Zwischenstation im Tal, wo ich nur kurz den … Sonnenschutz auffrische ;-) … komme ich dann zunächst auf den bekannten Teil. Der Weg schlängelt sich eher gemütlich den Berg rauf und führt schließlich zu der Stelle wo sich Güttler-Steig und Bettler-Steig trennen. Mein Ziel ist der Karl-Güttler-Steig. Hier wird die Steigung zum Teil schon recht happig, aber auch diesen Teil kenne ich noch von meinem letzten Versuch. Als ich da ankomme, wo der „sanfte Hügel“ aufhört und der Weg deutlich felsiger wird bin ich schon 6,5 Stunden unterwegs. Grob nachgerechnet ists also grad Mittagszeit und kein Wölkchen am Himmel. Die nächste Strecke bis zum Gipfel vom Sonneck wird also richtig happig werden. Und ich soll nicht enttäuscht werden ;-)

Aber zunächst noch eine andre Kleinigkeit: Wie ich auch das letzte mal schon geschrieben habe, wirds ab einem bestimmten Punkt schwierig den Weg zu erkennen, man muss schon genau hinschaun und sich an den roten Markierungen orientieren. An jener Stelle, an der der Weg aus dem Wald über ein Geröllfeld ins Gamskar führt, ist mitten auf der Fläche eine Weggabelung. Links geht es zum Kufsteiner Klettersteig und geradeaus durch das Gamskar nach oben. Aber gerade dieser Weg geradeaus ist bei etwas trüberen Sichtverhältnissen nicht leich auszumachen. Und genau das ist der Grund warum ich beim ersten Versuch umkehren musste … als Ungeübter ohne Ausrüstung auf einen mindestens mittelschweren Klettersteig zu gehen hat … eher schlechte Erfolgsaussichten ;-) . Heute mit ungetrübter Sicht und leichtem Wandrerverkehr allerdings kein Problem, höchstens ein Grund leichter Verwunderung :-)

Nachdem auch diese Klarheit beseitigt ist schreite ich also auf dem richtigen Pfad weiter. Auch dieser Weg ist nicht ganz ohne, allerdings mit der schon gesammelten Erfahrung gar kein Problem. Nach einem kurzen Anstieg verläuft der Pfad an der Bergseite ins Gamskar (abundzu finde ich auch ein paar Hinterlassenschaften der Gämse) bis ich zu einer – diesmal – Geröllhalde komme. Das ist schon gar nicht so einfach da raufzukommen, aber auch kein wirklich großes Hindernis. Anschließend folgt eine leichte Kletterpassage an der ich schnell einige Höhenmeter unter mir lasse. Gleichzeitig ist das auch der Anfang einer wirklich langgezogenen Steigung bis zum Gipfel. Mit den äußeren Umständen ist das der körperlich härteste Teil des Tages. Unterwegs hat man noch einen schönen Blick aufs untere Gamskarköpfl, der jedoch Kletterern vorbehalten ist, und natürlich so schon einen recht netten Blick auf den Zahmen Kaiser und die nördlichen Hänge des Wilden Kaisers. Nach ner ganzen Weile komm ich dann schließlich auf dem Gipfel an und mach erstmal ne halbe Stunde Pause. Dabei leisten mir zwei Alpendohlen Gesellschaft. Die sind zwar sehr zutraulich (die haben die ganze Zeit etwa nen halben Meter neben mir gesessen) aber auch nicht aufdringlich. Und am Schluß haben sie doch noch ein paar Krümmel bekommen die mir leider entkommen sind ;-) .

An dieser Stelle spätestens fällt mir auch auf dass ich definitiv zu wenig zu trinken mitgenommen hab. War zwar schon nicht wenig (~3 liter) aber nicht genug. Deswegen habe ich es auch beim Abstieg etwas eilig und hoffe im Anton-Karg-Haus noch etwas zu bekommen. Auf dem Weg dahin entscheide ich mich aber die Vorräte an einem Bergbach wieder aufzufüllen und das ist auch eine gute Entscheidung. Als ich dann bei der Hütte ankomme – inzwischen ist es etwa viertel vor sechs – ist da aber noch Bewirtung und das bleibt wohl auch noch eine Weile so, es ist nämlich noch ziemlich voll. Dennoch gönne ich mir eine weitere Pause und bestell mir für – wie ich meine – nicht zu hohe Preise einen Apfelstrudel und nen Almdudler … eine sehr gute Sache :-D .

Mit Blick auf die Uhr und in Gedanken an die mir noch bevorstehende Strecke bleibe ich auch hier nicht allzulang, sondern mache mich bald wieder auf den Rückweg. Bis zur Ritzaualm ist der Weg (geringfügig anders als auf dem Hinweg, nämlich nicht mehr über Vorderkaiserfelden) recht langweilig und zieht sich schon, der Abstieg nach Oberndorf ist dann von der Strecke her wieder recht fordernd und schwierig zu gehen. Langsam dämmerts auch schon etwas und ich bin froh als ich wieder unten auf 470m (überNN) ankomme, zu meinem Rad geh und die letzten gut 30km in Angriff nehme. Das wird jetzt vom Kopf her am anstrengensten und mit fortschreitender Strecke und zunehmender Dunkelheit wieder schwieriger zu fahren. Glücklicherweise kenne ich den Weg inzwischen recht gut und komme um halb zehn nach etwas mehr als 13,5 Stunden vor meinem Hochhaus an.

Ist schon echt ne harte Tour gewesen und ich glaube nächstes Wochenende such ich mir was kürzeres raus. Hat sich aber gelohnt und auch einige schöne Bilder gegeben.

Zum Abschluss noch ein paar statistics ;-) :

  • ~1800 Meter Höhendifferenz
  • ~2500 zurückgelegte Höhenmeter
  • ~9,5 Stunden Gehzeit
  • ~3 Stunden Fahrzeit
  • ~1 Stunde Pause
  • 135 Schläge/Minute durchschnittliche Herzfrequenz
  • ~10700 verbrannte Kilokalorien
  • ~65km Radstrecke
  • 2 Gipfelkreuze
  • erster Zweitausender! :-o

Hochsalwand

8. August 2009

Vier Kreuze stehen heut auf dem Programm.

Das erste Ziel ist Bad Feilnbach. Bis dahin gehts an der Straße entlang, nicht besonders schön, aber gedauert hats auch nicht lang. Nach dem Ort kommen noch ein paar Kilometer ins Jenbachtal, wo ich meine Bergradfahrambitionen ausleben kann. In meinem Fall sind diese Recht schnell erschöpft und ich bin froh, als ich nach einer halben Stunde etwa bei dem beschriebenen Parkplatz ankomme. Nach kurzer Parkplatzsuche (ist manchmal gar nicht so einfach was sinnvolles zu finden) nehm ich das neue alte Ziel Farrenoint in Angriff. Gar kein schwerer Berg, aber das letzte mal – der ein oder andre aufmerksame Leser erinnert sich vielleicht ;-) – hats das Wetter nicht möglich gemacht. Am Anfang sind noch viele andre Wanderer unterwegs, aber sobald ich den breiten Weg verlasse, wirds weniger. Von diesem schmalen Pfad in Richtung erster Gipfel hab ich schon schöne Aussichten in Richtung Wendelstein und der benachbarten Hügel. Gerade mit dem Licht … eine feine Sache :-) .

Ohne größere Bemerkenswertigkeiten komme ich auf den Gipfel. Direkt hinter der Huberalm steht das Kreuz und als ich da ankomme ist grade ein Gleitschirm samt – Gleiter? – am starten. Das wäre schön … auf den Berg rauflaufen und einfach wieder runterspringen ^^.  Von hier aus kann ich auf jeden Fall schön die heutige Route sehen … zuerst der Mitterberg, dann die Rampoltplatte, dahinter die Hochsalwand und ganz im Hintergrund der Wendelstein (auf den ich heute nicht raufgeh).

Vom Farrenpoint aus gehts über die schon bekannte Strecke über Mitterberg – ganz nette Aussicht – zur Schubräualm. Ab hier wirds eigentlich richtig interessant. Jetzt schlängelt sich der Weg noch recht gemütlich über die Almwiese zur Ramboltalm und von da an weiter rauf auf die Rampoltplatte. Hier bin ich schon ganz weg von den viel frequentierten Wegen, es kann durchaus sein das mir mal ne Stunde lang niemand begegnet. Besonders schön führt der Weg vom diesem Gipfel über einen schmalen Bergrücken bis an den Hang der Hochsalwand. Hier wirds schon ein bisschen steiler und manchmal muss ich auch die Hände zur Hilfe nehmen. Nach kurzer Zeit stehe ich neben dem Kreuz und genieß den Rundumblick.

Aber lange halte ich mich nicht auf, sondern mache mich gleich an den Abstieg. Sehr angenehm führt der Weg in einem kleinen Tal über die Reindlalm und weiter zurück Richtung Ausgangspunkt. Das letzte Stück führt wieder auf dem breiten Weg zum Parkplatz.

Mäßig interessant war der Weg zwischen Jenbachtal und Schubräualm, von da an sehr schön über Rampoltplatte und Hochsalwand bis zur Ritzaualm. Von da an wars wieder … naja, ganz nett ;-)


Kampenwand

1. August 2009

Laut Wetterbericht ist dieses Wochenende Samstag der Tag der Wahl. Diesmal habe ich mich für die Kampenwand bei Aschau im Chiemgau entschieden. Wegen dem schönen Wetter (und noch aus dem ein oder andren weiteren Grund) bin ich erst Nachmittags losgefahren und selbst da waren noch viele andere unterwegs.

Also los gehts um kurz nach drei mit dem Rad. Zur Abwechslung mal nicht am Inn lang, sondern erstmal nach Routenplaner an der Straße entlang. Aber nach nicht allzulanger Zeit finde ich aber auch hier einen Radweg, der mich über Frasdorf nach Aschau bringt. Insgesamt eigentlich eine ganz schöne Strecke, allerdings etwas mühsam. Als ich nach einer guten Stunde in Aschau-Kohlstett ankomme weiß ich auch wieso, da hab ich nämlich schon die ersten Höhenmeter gemacht. Den Parkplatz finde ich auch auf anhieb und schon kanns richtig losgehen :-)

Von Kohlstett zum ersten Checkpunt (Maisalm) ist der Weg ganz nett. Von hier aus gehts nochmal weiter auf dem breiten Waldweg, bis dann nach einer dreiviertel Stunde der Weg in einen schmalen Pfad übergeht. Von hier aus wirds schon ziemlich schön, allerdings auch richtig anstrengend. Ein gutes Stück weg gehts durch einen kleinen Wasserlauf. Nach einer weiteren halben Stunde lichtet sich der Wald und es geht nur noch mäßig bergauf. Ab hier wird die Aussicht immer besser. Vor mir kann ich schon den Gipfel der Kampenwand mit dem großen Kreuz sehen, links von mir taucht langsam der Simsee in der Ferne und recht nah der Chiemsee auf. Ein kleines Stück weiter kommt die Steinlingalm ins Sichtfeld … sehr malerisch das ganze ^^

An der Steinlingalm bin ich nach ungefähr eineinhalb Stunden. Und wie ich da so an der Hütte stehe und den richtigen Weg nach ganz oben … hehe … suche ruft mich jemand. Da treffe ich doch tatsächlich an einem Samstag nachmittag meine Kollegin Martina auf einem Berg der ungefähr 30 km von Rosenheim weg ist auf einer Fortbildung o_O. Naja … so kanns gehen ;-)

Weiter gehts, ab hier wird der Weg bis zu den Felsen richtig steil und anstrengend, dafür ist die Sicht großartig und es mach super viel Spass. Noch besser wirds als ich zu den Felsen komme … schöne Kraxelein bis ich dann tatsächlich an dem riesen Kreuz stehe. Leider ist es trotz der Sonne ein wenig diesig, sodass ich nicht so wirklich weit sehen kann … aber das ist nur ein kleiner Dämpfer. Nach einer kleinen Pause gehts auch schon wieder zurück. Dabei hab ich mich erstmal etwas verlaufen, ich bin zu früh von den Felsen runter an den Hang und da gings dann nicht weiter. Die Strecke war auch etwas schwieriger aber trozdem kein größeres Problem, hat mich ungefähr ne viertel Stunde gekostet, aber noch ne Menge Spass gebracht :-D .

Sonst ist der Rückweg ohne weitere Zwischenfälle abgelaufen. Vom Parkplatz aus hab ich dann noch konsequenter den Bodensee-Kaisersee-Radweg und schließlich doch den Inndammradweg genutzt und bin ganz ohne Straße ausgekommen. Das ganze hat ungefähr 6 Stunden gedauert. In der Form auf jeden Fall wieder eine Tour zum merken.


Exkurs: Accelerated Free Fall

24. Juli 2009

Heute bin ich endlich dazu gekommen mein Weihnachstgeschenk einzulösen – einen Fallschirm-Solo-Sprung :-)

Freitag ging es los mit der Schulung … war eine recht langwierige Angelegenheit, aber irgendwo auch nicht ganz unwichtig ;-) . Der zweite Teil am Samstag war ein bisschen interessanter, weil der Sprung doch in nicht allzuweiter Ferne schien und wir im Hänger schon recht praxisnahe Übungen gemacht haben. Dann gabs noch einen kleinen Test zu schreiben und anschließend kam das Briefing. Das war das erste Mal wo ich so den kompletten Ablauf vor Augen hatte und ein wenig ungeduldig geworden bin ;-)

Aber so schnell gings dann auch wieder nicht, wegen dem Wind, der für Erstspringer zu stark war – ganz im Gegensatz zu dem sonst sehr schönen Wetter – mussten wir noch eine ganze Weile warten und es war zuerst nicht klar ob wir überhaupt noch am Samstag springen konnten … Ungeduld lass nach … am Ende hatte ich aber doch noch Glück – in der letzte Maschine die gestartet ist konnte ich mitfliegen :-D . Irgendwann ist auf jeden Fall Martin (mein Veranstalter und einer der beiden AFF-Leher) zu mir gekommen und gesagt das es los geht :-D . Das nächste war also Kombi anziehen, Fallschirm anlegen und Brille, Helm und Höhenmesser greifen … dann gings in den Flieger. Eine letzte Ausstiegsübung bevor es in die Luft geht … kein Problem ;-) haben wir ja alles lang genug geübt^^

Auf dem Weg nach oben gehn wir nochmal den Ablauf durch (wenns jetzt nich sitzt dann weiß ich’s auch nicht :-P ) und nach einer knappen halben Stunde sind wir auf der angestrebten Höhe angekommen. Unterwegs haben wir noch einen Einzel- und einen Tandemspringer verloren … na gut … die sind freiwillig gesprungen … auf jeden Fall sind wir also in 3600m Höhe angekommen und von der Seite kommt das Kommando „in die Tür“. Von da an geht alles ohne weiteres Nachdenken, Hände an die Tür, Füße raus, Hotelcheck und raus :-) Nach kurzer Zeit weiß ich wieder wo ich ungefähr bin ^^ und das Programm geht weiter, immer wieder die Höhe prüfen, drei Scheingriffe und dann schließlich die Öffnung (die auch der Schirm anstandslos mitgemacht hat).

Jetzt geht der gemütlichere Teil los … fast ein bisschen zu gemütlich … aber dennoch eine sehr nette Angelegenheit :-D . Ich bekomme noch ein paar Anweisungen über Funk wie ich fliegen soll und lege dann auch schon eine immerhin mittelprächtige Landung hin.

Zusammenfassend kann ich sagen es war ein tolles Erlebnis und ich habs wohl auch recht gut hinbekommen für den ersten Sprung, allerdings mit sehr viel Aufwand. Außerdem hatte ich mit mehr Adrenalin und ne höhere Überwindungsschwelle gerechnet. Das hat – würde ich vermuten – gefehlt durch den durchgeplanten Ablauf und auch weil nie das Gefühl aufkam ins Leere zu springen (wegen dem Fahrt-/Fallwind). Aber es wär durchaus interessant die Springerei noch etwas weiter zuverfolgen … wenns nur nicht so teuer wär … nächstes mal also wieder vom Berg =)


Samerberg die zweite

19. Juli 2009

Heute bin ich mit ein paar Kollegen von der Arbeit mit dem Rad auf dem Samerberg gewesen. Die Tour hat Jürgen ausgesucht, ich muss auch zugeben, dass ich nicht mehr besonders viel von der Strecke weiß … ich weiß nur noch das wir irgendwann auf der Dandlbergalm waren und vor tollem Panorama ne kleine Pause gemacht haben. Ausserdem gabs ein paar richtig nette Abfahrenten die zum Teil technisch nicht so einfach waren, aber es sind alle heil unten angekommen :-)

Auf jeden Fall haat mir die Tour von den Radtouren hier bis jetzt am besten gefallen … aber allein glaube ich bin ich doch lieber zu Fuss unterwegs ;-)